Bekenntnis zur Kreisstadt

Deutscher Kinderhospizverein und Arbeitgeberverband bauen neues Zentrum in Olpe

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Architekt Stephan Göckler, Generalunternehmer Berthold Böhler, Stephan Stracke, Siegfried Koepp (AGV), Landrat Frank Beckehoff, Paul Quiter, Jens Nowotny, Martin Gierse (DKHV) und Olpes Bürgermeister Peter Weber (v.l.) beim symbolischen Spatenstich. 

Olpe. Der Deutsche Kinderhospizverein (DKHV) und der Arbeitgeberverband für den Kreis Olpe (AGV) bauen ein neues Zentrum auf dem Grundstück „In der Trift 11“ in Olpe. Am Donnerstagmorgen erfolgte der symbolische Spatenstich für das Bauprojekt, das gleichzeitig ein klares Bekenntnis zum Standort in der Kreisstadt ist.

„Unser Ziel ist, im Frühjahr 2018 fertig zu werden, vorher wird leider ziemlich knapp“, erklärte Paul Quiter, Vorsitzender des bundesweit tätigen DKHV (hier gibt´s Infos zum Verein) beim Spatenstich. Ein Satz, der überrascht, wenn man bedenkt, dass auf dem Grundstück ja zwei Gebäude entstehen: das „Haus der Kinderhospizarbeit“ und das „Haus der Arbeitgeber“.

Ins „Haus der Kinderhospizarbeit“ zieht der DKHV ein,der seit 2006 in der Olper Bruchstraße untergebracht ist. „Und kam der Gedanke, am ursprünglichen Standort zu bleiben und anzubauen, allerdings ging das nicht“, sagte Quiter. Nun schafft der Verein nach eigener Angabe einen „Ort der Begegnung, einen Platz für den Erfahrungsaustausch, einen Standort für den Verein und die Kinderhospiz-Stiftung.“ Der DKHV bleibt dabei ganz bewusst am Ausgangspunkt seiner Aktivitäten, schließlich wurde er 1990 von betroffenen Eltern in Olpe gegründet und hat damit in der Kreisstadt den Grundstein für die Kinderhospizarbeit in Deutschland gelegt. Im neuen Gebäude sind Räume für die bundesweite Beratung von ambulanten und stationären Kinder- und Jugendhospizangeboten sowie für Veranstaltungen der Deutschen Kinderhospizakademie eingeplant.

Beim Spatenstich war auch der frühere Fußball-Nationalspieler Jens Nowotny, Botschafter des DKHV, anwesend. Er berichtete von seinen Erfahrungen mit betroffenen Kindern: „Ich hatte zunächst schon Berührungsängste. Aber für sie ist es normal, dass sie betroffen sind und so sollte man mit ihnen auch umgehen.“ 

Das zweite Gebäude auf dem Grundstück ist das „Haus der Arbeitgeber“, in das der AGV (hier geht´s zur Homepage) einzieht, der bislang einen Standort in der Olper Seminarstraße unterhält. „Mit diesem Projekt schaffen wir die Zusammenführung wichtiger Institutionen für die Wirtschaft unter einem Dach. Gleichzeitig setzen wir ein klares Signal für den Wirtschaftsstandort Olpe“, erklärte der AGV-Vorsitzende Siegfried Koepp. Im „Haus der Arbeitgeber“ sollen auch das Arbeitsmedizinische Zentrum für den Kreis Olpe (AMZ), die Geschäftsstelle der Industrie- und Handelskammer Siegen (IHK) untergebracht werden. Das AMZ, das im Jahre 1977 von Unternehmern des Kreises Olpe aus dem Arbeitgeberverband heraus gegründet wurde, ist bisher als Mieter in der „Alten Post“ in Attendorn untergebracht. Die Geschäftsstelle der IHK befindet sich bisher schon in den Räumen des Arbeitgeberverbandes.

„Die neuen und größeren Räume werden die Unterbringung der Dienstleistungsbereiche aller drei Institutionen erleichtern. Insbesondere gestatten mehrere Besprechungsräume und ein großer Seminarraum nun Veranstaltungen in eigenen Räumen“, sagte Stephan Stracke, Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes.

Das „Haus der Arbeitgeber“ soll im Sommer 2018, etwa zwei Monate nach dem „Haus der Kinderhospizarbeit“, fertiggestellt werden. Auch die für den Bau verantwortlichen Menschen sind ein Bekenntnis zur Kreisstadt: Architekt ist Stephan Göckler, Generalunternehmer ist Berthold Böhler – beide sind in Olpe ansässig.

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