Stadt trägt Kosten von 250.000 Euro

Dreijährige Testphase für zweiten Standort der Olper Feuerwehr

Auf diesem Teil des städtischen Parkplatzes soll der temporäre Feuerwehr-Standort entstehen.
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Auf diesem Teil des städtischen Parkplatzes soll der temporäre Feuerwehr-Standort entstehen.

Die Olper Feuerwehr soll einen zweiten, temporären Standort in der Kreisstadt erhalten. Einen entsprechenden Beschlussvorschlag legt die Verwaltung dem Olper Bauausschuss für dessen Sitzung am Mittwoch, 21. April, vor.

Olpe - Für den temporären Standort gibt es zwei Gründe. Zum einen die grundsätzliche Einhaltung der Hilfsfristen. Christian Hengstebeck, Leiter der Olper Feuerwehr, erklärt: „Für die Feuerwehrleute wird es tagsüber wegen des Verkehrs in Olpe immer schwieriger, schnell zum Feuerwehrhaus zu kommen. Im Privatwagen sind sie ja nicht als Feuerwehr erkennbar.“

Zweiter Grund ist das Sammeln von Erfahrungen. Denn als mittlere Kreisangehörige Stadt müsste Olpe eigentlich eine ständig mit hauptamtlichen Feuerwehrleuten besetzte Feuerwache haben. Allerdings kann die Bezirksregierung eine Ausnahmegenehmigung erteilen, wenn die Stadt nachweist, dass der Brandschutz auch ohne eine hauptamtliche Wache gewährleistet ist. Die Kreisstadt hat eine solche Ausnahmegenehmigung, diese muss aber 2023 neu beantragt werden.

Grundlage der Standortwahl ist ein externes Gutachten, in dem rund 300 Feuerwehreinsätze von 2013 bis 2018 analysiert wurden. „Ein Ergebnis war, dass es möglicherweise Sinn macht, ein Feuerwehrfahrzeug im Bereich des südlichen oder westlichen Stadtgebiet zu stationieren. Wir wollen jetzt drei Jahre lang testen, ob der zweite Standort tatsächlich eine Verbesserung bringt“, erklärt Hengstebeck weiter.

Gebaut werden soll der Standort auf einer Teilfläche des städtischen Parkplatzes an der Ecke Bahnhof- und Stellwerkstraße/Am Biggeufer. Dort sollen noch in diesem Jahr eine 50 Quadratmeter große Fahrzeughalle in Zeltbauweise und ein Trakt mit Sozialräumen, Sanitäranlagen und Umkleiden entstehen.

Das Ganze soll 220.000 Euro kosten, außerdem soll die Stadt für den Standort 30 zusätzliche Garnituren Feuerwehrkleidung für insgesamt rund 30.000 Euro anschaffen.

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