"Ein Knall, ein Treffer — und der Vogel fiel"

Das Königspaar schwebte beim Tanz über das Parkett. Fotos: Miriam Brüser

Schützenkönig feiert mit Olpern großartigen Schützenball

Olpe. (mib)

"Einen schönen Feiertag" konnten sich die Olper Schützen endlich wieder in der Olper Stadthalle wünschen. Zum Schützenball traf sich ein Großteil der Olper Sankt-Sebastianus-Schützen, um den Schützenkönig Michael Neu und seine Frau Andrea gebührend zu feiern. Im schicksten Kleid und im Anzug wurde das Eintreffen des Königspaares sehnlichst erwartet. Feierlich zogen die Majestäten dann unter der Führung von Major Paul Imhäuser auch in die Stadthalle ein.

Als alle ihren Platz gefunden hatten, konnte das festliche Konzert mit dem Orchester der Feuerwehr Olpe beginnen. Und die Musiker zeigten ihr großartiges Können: Ob es sich um die Ouvertüre zur Oper "I Vespri Siciliani" von Giuseppe Verdi, um Stummfilmmusik von Charles Chaplin oder um Polkas wie die bekannte "Rosamunde" von J. Velvod handelte, die Olper Musiker begeisterten das Publikum. Das Konzert wurde so ein passender Auftakt zum 125-jährigen Jubiläumsjahr.

Wie in jedem Jahr hielt Major Paul Imhäuser eine Festansprache: "Schau'n mer mal, was der Abend so alles mit sich bringt. Für den heutigen Abend hoffe ich, dass das Bier mit 19 Prozent Mehrwertsteuer eine ähnliche Wirkung hat wie früher mit 16 Prozent und dass Sie reichlich davon nehmen, soviel, dass Sie am Ende der Veranstaltung tatsächlich glauben, dass in 2007 das Freibad wieder aufgemacht wird", begrüßte der Major die Gäste in der Stadthalle.

Und in gewohnt scherzhaftem Ton und mit reichlich Sprüchen unterlegt, begrüßte er den Schützenkönig und die Gäste, darunter ganz besonders die 70-jährige Jubelkönigin Maria Schwindt.

Lang erwartet war dann natürlich die Rede des Schützenkönigs Michael Neu. "Zu Ende war das Sommermärchen 2006 der Fußball-WM, aber das Hochfest der Olper stand ja noch bevor", so Neu. Nach und nach begrüßte er seine Gäste und besonders den Hofstaat mit Nachbarn und Arbeitskollegen aus dem Wendschen.

"Ich erinnere mich noch: In einem Jahr als kleiner Junge durfte ich den Vogel auf den Ümmerich tragen. Der Wettkampf um die Königswürde dauerte zweieinhalb Stunden mit 400 Schuss und war einer der längsten in der Vereinsgeschichte. Bei mir dauerte es nur 20 Minuten. Ich glaube nicht, dass in den nächsten Jahren der Vogel so schnell von der Stange fallen wird." Und Michael Neu verbildlichte seine Worte, indem er den von Vogelbauer Peter Häner reparierten Originalvogel erneut von der Hallenecke schweben ließ.

Nach der Königspolonaise konnte der Schützenball zu den Klängen der "Highlights" noch bis in den Morgen gefeiert werden.

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