Eine rauschende Ballnacht

Und demnächst wieder auf dem Ümmerich: Die Polonaise, angeführt vom Königspaar Heribert und Walli Wrede (re.) sowie Major Paul Imhäuser mit Gattin Jutta.

Mit einem rauschenden Schützenball in der Stadthalle Olpe läuteten die St. Sebastianus Schützen die zweite Halbzeit im Schützenjahr ein.

Strahlend und unter tosendem Applaus marschierte das amtierende Königspaar Heribert und Walli Wrede pünktlich in den voll besetzten Saal ein, um einen von schönen Erinnerungen an das vergangene Jubiläumsfest geprägten Abend beginnen zu lassen. Nachdem der Musikverein Frenkhausen unter der Leitung von Bernhard Reuber mit Tschaikowskys "Schwanensee" auf ein grandioses Konzert einstimmte, kündigte Moderator Kai Schrage das erste von vielen Highlights an. Bei "Xylo Classics", einem Medley aus "Carmen", einem türkischen Marsch, Czardas von Monti und Wilhelm Tell, ließen Marc Püttmann und Tim Kramer die Schlägel nur so tanzen und ernteten von den Gästen großes Lob.

Anschließend betrat ein gut gelaunter Major Paul Imhäuser die Bühne.

Mit Spannung hatte das Publikum bereits auf seine stets humorvolle Rede gewartet. Auch Imhäuser ließ selbstverständlich das Jubiläumsjahr noch einmal Revue passieren und wünschte sich für 2012, dass am Ende des Jahres weiterhin in Euro gezahlt werden könne und Deutschland mal wieder Fußball-Europameister werde. Er berichtete außerdem, dass er den amtierenden Schützenkönig bereits seit vielen Jahren kenne und dieser nicht erst in den 18 Jahren, die er dem Verein im Vorstand treue Dienste geleistet hatte, sein Freund geworden sei.

"Wir waren schon vor 50 Jahren in dieselbe Frau verliebt. Es war unsere Kindergärtnerin im Luise-Hänsel-Weg."

Nachdem er auf ihre gemeinsame Jugend und Streiche, in der auch eine brennende Schonung eine Rolle spielte, zurückgeblickt hatte, begrüßte er das 25-jährige Jubelkönigspaar Hans und Birgit Bicher.

Auch von ihm konnte er manch lustige Anekdote preisgeben. Die Seitenhiebe nach Attendorn durften natürlich nicht fehlen, ebenso wie die Kritik an den Stadtvätern von Olpe. "5283 Schützen erhielten von Bürgermeister Horst Müller den goldenen Ehrenbecher der Stadt Olpe. Als ich gefragt wurde, warum nicht jeder einen erhielte, antwortete ich: ist doch klar. Die Stadt Olpe hat keine Flocken, die braucht sie für Wichtigeres. Neuer Kirchturm, neues Rathaus und die notwendige Verengung der Westfälischen Straße zur endgültigen Vernichtung unseres Dreifachzuges!"

Auch teilte der Major mit, dass Christian Wulff leider abgesagt habe, da man ihm keine Freikarte für den Ball zur Verfügung gestellt hätte. Im Anschluss an Nationalhymne und Bayerischen Defiliermarsch berichtete Schützenkönig Heribert Wrede aus seinem bisherigen Königsjahr. Bereits 2010 zielte er auf das begehrte Federvieh und hatte anschließend ein entspanntes Jahr Zeit, sich auf seine Regentschaft vorzubereiten. "Wenn man alle schönen Momente, Gefühle und Gegebenheiten beschreiben möchte, ist es wie mit einem Witz, den man erklärt. Dann ist alles dahin und deshalb lasse ich es lieber."

Also war erneut der Musikverein Frenkhausen an der Reihe und lief zu absoluter Höchstform auf. Moderator Kai Schrage bot als Max Raabe "Mein kleiner grüner Kaktus" und "Dort tanzt Lulu" dar und erntete Standing Ovations vom Publikum einschließlich Zugaberufen. Selbst Major Imhäuser war überwältigt. "Eine Zugabe während des Konzertes hat es beim Schützenball auch noch nicht gegeben!"

Nach "Carneval de Paris" bedankten er und Blumenmädchen Luisa Ratte sich beim Orchester und ihrem Dirigenten Bernhard Reuber, bevor diese, sehr zur Freude des Königspaares, einen Rolling Stones Klassiker zum Abschluss spielten. Nach der Königspolonaise setze "Sound Transfer" den Abend mit Partyhits fort, bevor die Ballnacht in den frühen Morgenstunden ihren Abschluss fand.

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