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„Einschneidendes Erlebnis“

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Den richtigen Umgang mit den Geschwisterchen lernen: Schwester Patrizia Fick (r.) verteilte das Geschwister-Diplom an (v. l.) Jannik und Anna-Maria.  Foto: Jacqueline Sondermann
Den richtigen Umgang mit den Geschwisterchen lernen: Schwester Patrizia Fick (r.) verteilte das Geschwister-Diplom an (v. l.) Jannik und Anna-Maria. Foto: Jacqueline Sondermann

„Der schönste Anblick auf der Welt, wenn das Geschwisterchen das Baby hält.

Kinderherzen haben sich gefunden, nach lang ersehnten Stunden, ist der kleine Mensch nun endlich da, das finden alle wunderbar.“ Am vergangenen Samstagvormittag fand im St. Martinus-Hospital Olpe eine besondere Aktion statt.

Alle Geschwisterkinder ab drei Jahren konnten das kostenlose „Geschwister-Diplom“ bekommen, wobei sie den richtigen Umgang mit dem kleineren Geschwisterchen lernen. Nachdem der Kurs früher regelmäßig stattgefunden hatte, war die Nachfrage mit der Zeit nicht mehr so groß. Doch in diesem Jahr rief Chefarzt Dr. med. Jürgen Schwickerath das „Geschwister-Diplom“ als Aktion wieder ins Leben.

„Übungsbaby“ und Besichtigungen

Neben Wickeln, Baden und Füttern lernten die Kinder unter der Leitung von Schwester Patrizia Fick auch, wie sie das kleine Brüderchen oder Schwesterchen richtig im Arm halten und mit ihm schmusen können.

„Die Geburt eines Kindes ist ein einschneidendes Erlebnis und auch für die Geschwisterkinder eine sehr wichtige Erfahrung.“, erklärte die Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin. Jannik und Anna-Maria waren mit viel Eifer bei der Sache: „Ich fand das Wickeln am spannendsten!“, erklärte der 8-jährige Jannik, der in der vergangenen Woche großer Bruder geworden ist. Auch die 9-jährige Anna-Maria war begeistert und taufte ihr „Übungsbaby“ direkt auf den Namen Lisa. Sie freut sich schon riesig auf ihr kleines Geschwisterchen und fühlt sich gut vorbereitet. Nach der Besichtigung des Kreißsaals, des Kinderzimmers und der Mutter-Kind-Station blieb noch genügend Zeit für Fragen. Abschließend verteilte Patrizia Fick die Diplome und jedes Kind erhielt eine „Großer Bruder“- oder „Große Schwester“-Medaille. (Von Jacqueline Sondermann)

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