Dialog auf Augenhöhe

„Elterntalk“ im Kreis Olpe – Moderatoren gesucht

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„Lass uns reden“, sagen auch Katrin Kühr (r.) und Julia Richter. Damit der „Elterntalk“ im Kreis Olpe starten kann, werden Moderatoren gesucht. 

Kreis Olpe. „Ab welchem Alter darf mein Kind ein Smartphone haben? Wann bleibt das Smartphone aus? Haben wir das Smartphone im Griff – oder es uns?“ Um diese und ähnliche Fragen im Umgang mit Medien geht es beim „Elterntalk NRW“. Dieser bietet Müttern und Vätern die Gelegenheit, sich im privaten Rahmen über Smartphone, Fernsehen & Co auszutauschen. Teilnehmen können bis zu acht Mütter und Väter, deren Kinder bis zu 14 Jahre alt sind. Seit dem 1. März ist auch der Kreis Olpe beim „Elterntalk“ dabei.

Eingeladen werden Eltern aus der Nachbarschaft, aus der Schulklasse oder aus dem Freundeskreis von einer Mutter oder einem Vater, die als Gastgeber auftreten. Für die Bereitschaft, einen „Elterntalk“ anzubieten, erhalten diese ein Gastgeschenk. Die Gesprächsrunde wird durch einen Moderator unterstützt. Dabei handelt es sich um Mütter und Väter, die auf diese Aufgabe vorbereitet wurden. Sie führen in das jeweilige Thema ein und ermutigen zum Austausch über Erziehungsfragen. „Elterntalk“ ist kein Vortrag, sondern ein Dialog auf Augenhöhe.

Ein „Talk“ dauert etwa zwei Stunden und ist für die Teilnehmenden kostenlos. Bei Bedarf kann ein „Elterntalk“ auch in mehreren Sprachen stattfinden, sofern ein Moderator entsprechende Sprachkenntnisse besitzt.

Entwickelt wurde „Elterntalk“ 2001 von der Aktion Jugendschutz in Bayern und existiert dort wie auch in Niedersachsen schon seit einigen Jahren erfolgreich. Im Jahr 2016 startete „Elterntalk“ mit dem Schwerpunkt „Medien“ als Pilotprojekt auch in NRW. Die Koordination liegt bei der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NRW (AJS NRW), die mit Partnern vor Ort zusammenarbeitet.

Katrin Kühr vom Kinder- und Jugendschutz der Kreisverwaltung ist für die Einführung des Projektes im Kreis Olpe zuständig. „Ich habe schon viel Positives über den ,Elterntalk‘ gehört“, erklärt die Sozialpädagogin. „Nachdem wir im vergangenen Jahr an mehreren Schulen Medienscouts ausgebildet haben, ist der ,Elterntalk‘ eine sinnvolle Ergänzung für Eltern.“ Unterstützt wird sie dabei von Julia Richter aus dem Bereich der Kinder- und Jugendarbeit.

Doch bevor das „Talken“ beginnen kann, sucht die Projektverantwortliche kreisweit motivierte Mütter und Väter, die die Aufgaben eines Moderators übernehmen wollen. Auch Mütter und Väter, die mehrsprachig sind oder über einen Migrationshintergrund verfügen, können mitmachen. Es ist geplant, den Moderatoren in einer Schulung das notwendige Handwerkszeug zu vermitteln, so dass sie Gesprächsrunden anstoßen und begleiten können. Ausgestattet werden diese auch mit einer „Talktasche“, die notwendige Materialien enthält. Für die Tätigkeit als Moderatorin oder Moderator erhalten diese auch eine Entlohnung.

Interessierte, die mehr über das Projekt wissen wollen oder die sich vorstellen können als Moderator am Aufbau von „Elterntalk NRW“ im Kreis Olpe mitzuwirken, melden sich bei Katrin Kühr, k.kuehr@kreis-olpe.de,Tel.  02761/81457.

Infos unter www.elterntalk-nrw.de.

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