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Erstes Traumazentrum

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Freuen sich über die Zertifizierung zum Traumazentrum: Das unfallchirurgische Team der Zentralen Aufnahme im St. Martinus-Hospital zusammen mit dem Rettungsdienst des Kreises Olpe.
Freuen sich über die Zertifizierung zum Traumazentrum: Das unfallchirurgische Team der Zentralen Aufnahme im St. Martinus-Hospital zusammen mit dem Rettungsdienst des Kreises Olpe.

Im Kreis Olpe ereignen sich immer wieder tragische Unfälle. Das St. Martinus-Hospital Olpe hat sich in den vergangenen Jahren auf die Behandlung von Schwerverletzten spezialisiert.

Nach der Zertifizierung zum Traumazentrum konnte das Olper Krankenhaus dem bestehenden Traumanetzwerk der Region Köln beitreten.

Nach wie vor ist eine schwere Verletzung nach Verkehrs-, Arbeits- oder häuslichen Unfällen die häufigste Todesursache bei Menschen unter 45 Jahren. Insbesondere in einer ländlich geprägten Region wie dem Sauerland mit vergleichsweise langen Transportwegen, stellt die frühzeitige adäquate Versorgung schwerverletzter Patienten eine besondere Herausforderung dar.

Standardisierte Abläufe, abgestimmte Qualitätskriterien sowie ständige Fort- und Weiterbildung sind nötig, um die optimale Zusammenarbeit von Rettungsassistenten, Notärzten, Klinikärzten und Pflegepersonal zum Wohl des Patienten zu gewährleisten. Um dem Anspruch der schnellen qualitativen Versorgung Rechnung zu tragen, hat sich die Orthopädie, Unfall- und Handchirurgie unter Leitung von Chefarzt Dr. med. Jürgen Bong am Olper St. Martinus-Hospital entschlossen, dem Traumanetzwerk der Region Köln zur Behandlung von Unfallopfern beizutreten. Voraussetzung für den Beitritt war die Zertifizierung des Hauses als sogenanntes lokales Traumazentrum.

Traumanetzwerk Köln beigetreten

Das Traumanetzwerk der Region Köln wurde 2011 gegründet und zählt mit dem St. Martinus-Hospital 14 Mitglieder. Ziel des Traumanetzwerkes ist die flächendeckende schnellstmögliche Versorgung aller schwerverletzten Personen rund um die Uhr.

Die Zielvorgaben für eine Zertifizierung als Traumazentrum sind hoch. So muss das Haus beispielsweise neben einem schnellen Computertomographen, einem Hubschrauberlandeplatz, einem speziell ausgestatteten Behandlungsraum (Schockraum) auch die 24-Stunden-Präsenz einer Vielzahl ärztlicher Disziplinen, speziell geschultes Personal und die ärztliche Besetzung der Intensivstation rund um die Uhr vorhalten.

Im konkreten Fall erfolgt nach Eintreffen eines Schwerverletzten in der Zentralen Aufnahme des St. Martinus-Hospitals die Erstversorgung im Schockraum, in dem das Behandlungsteam den Patienten bereits erwartet. Nach Stabilisierung des Kreislaufs verschafft sich das Team mittels Ultraschall und Computertomographie innerhalb der ersten 30 Minuten nach Eintreffen einen Überblick zum Gesundheitszustand und leitet unmittelbar lebensrettende Maßnahmen, die Verlegung auf die Intensivstation oder in den OP ein.

Die Zertifizierung zum Traumazentrum ist für einen Zeitraum von drei Jahren befristet. Dann erfolgt eine erneute Überprüfung der Anforderungen durch die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie.

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