Für einen Herzenswunsch

Erstmals Wunschbaumaktion für Kinder aus sozial schwachen Familien in Olpe

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Die erste Wunschbaumaktion in Olpe startet am Montag – sehr zur Freude von Georg Spielmann, Andrea Hoffmann und Gertrudis Lüneborg (v.l.).

Olpe – Ein Weihnachtsbaum ziert ab Montag, 25. November, das Schaufenster der dreimann Buchhandlung in Olpe geschmückt mit über 80 Sternen. Jeder davon steht für den individuellen Herzenswunsch eines Kindes aus einer sozial schwachen Familie im Olper Stadtgebiet.

Die katholische und evangelische Kirche, der Verein „Willkommen in Olpe“ (WiO) sowie die Caritas-Konferenzen ziehen für die Aktion an einem Strang. „Wir tragen die Idee schon länger mit uns rum“, schmunzelt Andrea Hoffmann, Vorsitzende des Pfarrgemeinderates und Mitglied des Vereins „WiO“. „Daher freuen wir uns umso mehr, dass diese jetzt realisiert wird.“ 

Mit ins Boot holten sie Georg Spielmann, Geschäftsführer der dreimann Buchhandlung: Hier wird der Baum mit den Wünschen stehen und ebenfalls hier können die Geschenke für die Kinder abgegeben werden. Die Schnittstelle zu den ehrenamtlichen Helferinnen der Caritas-Konferenzen ist Schwester Gertrudis Lüneborg, ebenfalls Mitglied im Verein „WiO“: „Die Frauen kümmern sich um die Familien. Sie wissen genau, wo Bedarf besteht,“, erklärt die Franziskanerin. „Die Frauen haben die Kinder nach ihren Wünschen gefragt und aufgeschrieben“. 

Die Wünsche werden anonymisiert auf den Sternen notiert – dort steht dann zum Beispiel „Ben (9 Jahre) – Lego“. Dabei darf der Wunsch die 20-Euro-Marke nicht überschreiten. „Die Kinder sind außerdem zwischen 1 und 15 Jahre jung“, erklärt Andrea Hoffmann.

Stern mit Wunsch und Namen

Bis zum 14. Dezember heißt es dann: Geschenk kaufen, liebevoll verpacken und wieder in der dreimann Buchhandlung abgeben. „Wir freuen uns sehr, dafür hier eine so zentrale Stelle gefunden zu haben – und natürlich, dass Georg Spielmann und sein Team sich trotz Weihnachtstrubel um die Logistik kümmern“, so die Pfarrgemeinderatsvorsitzende weiter. Wichtig ist es natürlich, dass der Stern mit Wunsch und Namen auf das Geschenk geklebt wird, damit dieses zugeordnet werden kann. 

In der Woche vor Weihnachten verteilen die Helferinnen die Päckchen dann an die Kinder. „Wichtig ist, dass Schenker und Beschenkter anonym bleiben“, so Schwester Gertrudis. „Denn nach wie vor ist es so: Man schämt sich dafür, bedürftig, arm zu sein. Das darf niemand wissen.“ Die Aktion findet natürlich konfessionsübergreifend statt. „Das ist eine Win-Win-Situation: Die Caritas-Helferinnen haben die Kontakte und der Verein ,WiO’ hat das Werbe-Know-How und die Kreativität für die Gestaltung.“

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