Lappen schon wieder weg

Fahranfängerin (18) baut alkoholisiert Unfall - war sie durch ihr Handy abgelenkt?

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Dieser Wert stand bei der jungen Frau nicht auf dem Display des Alkoholtestgerätes.

Olpe. Kaum hatte sie ihren Führerschein, da musste sie ihn auch schon wieder abgeben: Eine 18-jährige Fahranfängerin krachte am Mittwochabend in Olpe in eine Leitplanke. Dabei beging sie gleich mehrere Verstöße.

Wie die Polizei mitteilt, ereignete sich der Unfall gegen 20.35 Uhr auf der Straße "Zur Jahnhütte" in Richtung Günsen. "In einer scharfen Rechtskurve kam sie nach links von der Fahrbahn ab und stieß in die Leitplanke. Die Leitplanke war auf einer Länge von rund 12 Metern beschädigt, das Fahrzeug nicht mehr fahrbereit", schildert die Polizei den Unfallhergang. 

Da die junge Frau auf die Polizisten einen schläfrigen Eindruck machte und diese zudem einen leichten Alkoholgeruch wahrnahmen, führten sie einen Alkoholtest durch. Das Ergebnis: Die 18-Jährige war leicht alkoholisiert. 

Wohl auch zu schnell unterwegs

Doch das war noch nicht alles: "Da sie angab, dass sie vermutlich zu schnell gefahren sei, könnten der Alkoholgenuss in Kombination mit erhöhter Geschwindigkeit mögliche Unfallursachen sein. Zudem konnten die Polizisten vor Ort nicht ausschließen, dass die Frau durch die Nutzung ihres Handys abgelenkt wurde", berichtet die Polizei von weiteren Verstößen. 

Auf der Polizeiwache wurde der Fahranfängerin eine Blutprobe entnommen, ihr Führerschein wurde sichergestellt. Der entstandene Sachschaden liegt Schätzungen der Polizei zufolge in vierstelliger Höhe.

Null-Promille-Grenze für Fahranfänger

"Für Fahranfänger in der Probezeit und Heranwachsende unter 21 Jahren gilt die sogenannte Null-Promille-Grenze. Bis dahin dürfen sie auch bei geringem Alkoholkonsum kein Fahrzeug führen", betont die Polizei in diesem Zusammenhang. Ein Verstoß dagegen habe eine eventuelle Verlängerung der Probezeit sowie ein Aufbauseminar zur Folge. Auch ein Bußgeld, ein oder mehrere Punkte (je nach gemessenen Promillegehalt) in Flensburg und sogar der Entzug der Fahrerlaubnis seien mögliche Konsequenzen.

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