„Ein echter Meilenstein“

Fernbus-Unternehmen Flixbus hält ab Ende April im Kreis Olpe

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Judith Feldner, Peter Weber und Winfried Quast (v.l.) stellten sich dort auf, wo die Fernbusse demnächst halten sollen. 

Olpe. Ein „bedeutendes Thema für die Stadt und den Kreis Olpe“ stellten Olpes Bürgermeister Peter Weber, Baudezernentin Judith Feldner und Bauamtsleiter Winfried Quast am Donnerstagmorgen vor. Denn ab Ende April wird das Fernbus-Unternehmen Flixbus den Kreis Olpe anfahren. Die notwendigen Genehmigungen sind erteilt.

„Für Olpe ist das ein echter Meilenstein. Besonders erfreulich ist aber, dass in Zukunft gleich zwei Linien im Kreis Olpe halten“, sagte Peter Weber. Zum einen wäre das die Linie München – Frankfurt – Olpe – Bochum, zum andern die Linie Berlin – Olpe – Düsseldorf–Duisburg. Die „Ost-West-Linie“ Richtung Bundeshauptstadt und zurück macht sogar noch einen zweiten Stopp im Kreis, sie hält auch in Altenhundem.

„Das Thema geistert schon lange im Haus rum und wurde oft diskutiert“, sage Weber. Konkret war Winfried Quast seit Ende 2015 in Gesprächen mit dem Fernbus-Unternehmen, bereits seit 2013 hatte er sich mit dem Thema Fernbus befasst: „Konkret ist das Ganze dann Anfang 2016 geworden“, so Quast. Besonders die Tatsache, dass die Anbindung für Studenten aus Olpe in die jeweiligen Studienorte eher schlecht gewesen sei, hat nach Aussage von Peter Weber die Stadt seinerzeit veranlasst, den Kontakt zu diesen Unternehmen zu suchen.„Es ist ein Angebot das ganz vielen zugute kommt“, freute sich Weber. Denn nicht nur Jugendliche und Studenten könnten auf die Fernbus-Verbindung zurückgreifen, auch Tagesausflüge, zum Beispiel nach Heidelberg können damit realisiert werden. Zudem können die Linien als Zubringer für Urlaubsreisen genutzt werden, die „Nord-Süd-Linie“ hält beispielsweise am Frankfurter Flughafen. „Der Phantasie sind Tür und Tor geöffnet“, so Weber.

Ausschlaggebend dafür, dass die Wahl des Unternehmens auf die Kreisstadt gefallen ist, war laut Weber die Nähe zum Autobahnkreuz Olpe-Süd, es sei jedoch „nicht ganz einfach gewesen, das Unternehmen von einer 25.000-Einwohner-Stadt zu überzeugen.“ Und Weber weiter: „Wir wollten dem Unternehmen das Gefühl geben, hier gut aufgehoben zu sein und dass wir uns hier vor Ort um die nötigen Dinge kümmern wollen.“ Und das scheint erfolgreich gewesen zu sein.

Winfried Quast erklärte, dass die Verwaltung ursprünglich eine Haltestelle „In der Wüste“ avisiert hatte, das Unternehmen aber eher zum Busbahnhof tendierte. Der Olper Haltepunkt der Buslinie wird sich nun am ZOB befinden, und zwar aus Richtung Realschule kommend rechts. Das Unternehmen kann den Punkt von der A45 kommend direkt über den Kreisverkehr „In der Wüste/Valentinsweg“ am Schwimmbad und dann über die Straße „Am Bahnhof“ anfahren – der Weg durch die ohnehin schon stark befahrene „Bruchstraße“ entfällt. Die entsprechenden Haltestellen-Schilder werden in der kommenden Woche geliefert und aufgestellt. Dann sollen auch schon die ersten Buchungen für die Strecken möglich sein. Die Strecke Berlin – Duisburg wird nach derzeitigen Planungen viermal pro Woche bedient, die Linie Bochum – München verkehrt demnach täglich.

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