Festkonzert als Auftakt zum Jubiläumsjahr

Philharmonie Südwestfalen und Solistin überzeugen auf ganzer Linie

Landrat Frank Beckehoff kündigte die Philharmonie Südwestfalen zum Auftaktkonzert 200 Jahre Kreis Olpe an.

Olpe. Eines vorweg: Die Philharmonie Südwestfalen unter der musikalischen Leitung des Spaniers Carlos Domingues-Nieto zog alle Register und sorgte für Standing Ovations im Konzertsaal. Mit einem Festkonzert feierte der Kreis Olpe sein 200-jähriges Bestehen.

Drei Werke wurden aufgeführt und das vielköpfige Orchester zeigte, dass es zu den besten gehört. Das Programm wurde eröffnet mit der Ouvertüre zu „König Stephan“ von Ludwig van Beethoven (Es-Dur op. 117 (1811) – ausdrucksstark das Dirigat von Carlos Dominguez-Nieto. Die Solisten, aber auch das ganze Orchester waren perfekt aufeinander eingestimmt. 

Hervorragend die Dynamik und die Einheit zwischen Streichern und Blechbläsern. Mit Felix Mendelssohn-Bartholdys Violinkonzert e-Moll op. 64 (1844) wurde das Konzert fortgesetzt. Von vielen wird es als das schönste Violinkonzert bezeichnet. Unstrittig jedoch ist, dass es sich hierbei um ein sehr schwer zu spielendes Stück für Solovioline handelt. Die Solistin Liya Petrova (geboren in Sofia, Bulgarien) überzeugte mit ihrem bravourösen Spiel. 

Sie gewann zahlreiche internationale Wettbewerbe und sammelte bei etlichen Orchestern Konzerterfahrung. Mit Anmut und einem virtuosen Spiel gelang es ihr, das Publikum zu begeistern. Beeindruckend ihr Umgang mit der Violine; waren es nun 32stel oder gar 64stel Noten? Bei diesem Tempo war das nicht mehr auszumachen. 

„Und das alles auswendig“, sagte eine begeisterte Besucherin. Das Publikum raste; nach dem Auftritt und neben minutenlangem Applaus bekam die Solistin einen Blumenstrauß vom Landrat überreicht. Nach einer kurzen Pause folgte Werk drei; Johannes Brahms (1833-1897) komponierte 1877 die 2. Sinfonie D-Dur op. 73. Vier Sätze wurden vorgetragen: Allegro non troppo, Andante moderato, Allegretto giocoso und last but not least Allegro energico e passionato. Im ersten Satz konnte man immer wieder das Brahms Wiegenlied „Guten Abend gute Nacht“ erahnen. 

Es war ein wundervoller Auftakt für ein Jubiläumsjahr, das es in sich hat. Frank Beckehoff lud die Bürger bereits jetzt zur Geburtstagsparty am 10. Juni rund ums Kreishaus ein; weiter geht es am 27. August mit der Veranstaltung in Bilstein rund um die Burg. Bilstein war im Jahr 1817 zunächst der Hauptort im neu gegründeten Kreis; doch bereits zum 1.1.1819 wurde Olpe der Kreissitz. Der Landrat zeigte sich erfreut, dass es in den 200 Jahren kaum Gebietsveränderungen gegeben hat. Somit bestehe der Kreis Olpe nun schon seit dieser Zeit in den gleichen Grenzen.

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