Fitzek "Meister des Wahns"

Sebastian Fitzek begeisterte mehr als 500 Zuhörer und bedankte sich bei den Organisatoren der Buchhandlung Dreimann für die passende Gestaltung des 'Tatorts'. Foto: cori

Mehr als 500 Menschen wollten ihn sehen und hören: Sebastian Fitzek, den "Meister des Wahns", der bereits zum zweiten Mal einen Stopp in Olpe eingelegt hatte; diesmal um sein jüngstes Buch "Augensammler" vorzustellen. In Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Dreimann verlost der SauerlandKurier drei Exemplare des Buches.

Organisator Georg Spielmann von der Buchhandlung Dreimann hatte sich für die Lesung des Berliners etwas Besonders ausgedacht: In den Hallen von Transdev/VWS "In der Trift" erwarteten die Gäste Nebelschwaden und grünes Licht; und zu den Klängen des AC/DC-Klassikers "Hells Bells" fuhr der schwarz lackierte Bus des Autors in die Halle ein.

Dann erzählte Sebastian Fitzek von der Figur des "Augensammler". Fitzek: "Er spielt das älteste Spiel der Welt: Verstecken. Er spielt es mit Deinen Kindern. Er gibt Dir 45 Stunden Zeit, sie zu finden. Doch Deine Suche wird ewig dauern."

Auf die Idee zu diesem Buch ist er wieder durch das Weiterspinnen von Alltagssituationen gekommen, als seine Shiatzu-Masseurin ihn mit einer wahren Aussage ? er werde Vater ?, konfrontierte; das wussten zu diesem Zeitpunkt jedoch nur seine Lebensgefährtin und er. Fitzek überlegte, wie es wohl sei, wenn eine Masseurin durch bloße Berührung in den tiefsten Winkel der Seelen der Menschen blicken könnte und wenn sie dabei einen Mord aufdecke...

Geboren war die Figur von Alina Gregoriev, eine blinde Physiotherapeutin, die bei dem Journalisten Alexander Zorbach auftaucht und behauptet, sie habe den "Augensammler" behandelt. Die Polizei hatte ihr natürlich nicht geglaubt und daher versucht sie sich auf diesem Weg Gehör zu verschaffen.

Eine Dunkelkammer für ganz Mutige...

Fitzek musste für die authentische Schilderung der Figur Alina Gregoriev in die Welt der Nicht-Sehenden eintauchen und erzählte dem Publikum von seinen Erfahrungen und der großen Hilfe zahlreicher blinder Menschen, die ihm dabei zu Teil geworden sei. Er erklärte auch, dass "Menschen nicht mit den Augen sehen, sondern eigentlich mit dem Gehirn" und stellte einige Beispiele optischer Täuschung und von so genannten Extrem-Blinden auf der Leinwand vor. Extrem-Blinde schaffen es, Ski zu fahren oder Basketball zu spielen, da ihr Gehör einen Teil der Aufgaben des Sehens übernimmt. Verblüffend und lehrreich zugleich vermittelte Fitzek auch, dass jeder von uns jeden Tag mit der Welt der Blinden in Kontakt kommt, ohne dies überhaupt zu merken. Dabei verwob er immer wieder kleine Teile seines neuen Buches mit seinen Erzählungen.

Fast zwei Stunden hingen ihm die Gäste an den Lippen und stellten Fragen, für die es zur Belohnung von Fitzek Gummi-Augen gab. Mutige konnten in seinen Bus einsteigen, eine rollende Dunkelkammer, und sich ein Kapitel des Buches in völliger Dunkelheit anhören. So konnten die Besucher auch bildlich in die Welt von Alina und Alexander eintauchen, wenn sie unter saugenden Pumpgeräuschen in einen stinkenden dunklen Keller steigen und unter einer Plastikplane etwas Warmes, Weiches und Fauliges fanden...

Anschließend signierte der Autor noch für seine Fans und versprach auch beim nächsten Buch wieder einen Stopp in Olpe einzulegen.

Zum Gewinnspiel: Wie lautet der Name der blinden Physiotherapeutin in Sebastian Fitzeks "Augensammler"? Die (richtige) Antwort auf eine Postkarte schreiben, mit Adresse und Telefonnummer versehen, und an SauerlandKurier, Löherweg 13, 57462 Olpe, senden. Die Teilnahme ist auch per E-Mail möglich an olpe@sauerlandkurier.de. Einsendeschluss ist Freitag, 25. Juni, bei Postkarten gilt das Datum des Poststempels, via Mail ist am Freitag, 25. Juni, um 24 Uhr Einsendeschluss.

Bei mehr als drei richtigen Einsendungen entscheidet das Los, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen.

Die Gewinner werden benachrichtigt und können sich ihren "Augensammler" in der Buchhandlung Dreimann, Franziskanerstraße 2, Olpe, abholen.

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