1. SauerlandKurier
  2. Kreis Olpe
  3. Olpe

„Flott ins Netz“

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

„Flott ins Netz“ können die Nutzer von mobilen Endgeräten mit „MeinHotspot“ auf dem Marktplatz in Olpe.
„Flott ins Netz“ können die Nutzer von mobilen Endgeräten mit „MeinHotspot“ auf dem Marktplatz in Olpe.

War der Marktplatz in Olpe schon immer ein kommunikatives Zentrum für Alt und Jung, so dürfte er durch die Einrichtung des ersten öffentlichen Hot Spots in der Kreisstadt insbesondere bei der jüngeren Generation eine zusätzliche Aufwertung erfahren.

Freies WLAN – ein Thema, das in allen Städten und Gemeinden immer mehr Fahrt aufnimmt und dem man sich in Olpe bereits seit längerer Zeit angenommen hat.

Für Hauptamtsleiter Georg Schnüttgen war dabei die Attraktivierung der Innenstadt der entscheidende Aspekt zur Realisierung des Projektes. Außerdem sei ein solcher Service für eine moderne Stadt ganz einfach unverzichtbar. Mit dem neuen City-WLAN ist eines auf jeden Fall gewährleistet: Der Markplatz wird künftig noch kommunikativer. Kostenfrei und vorerst ohne zeitliche Begrenzung können inzwischen alle Bürger, Besucher und Gäste im Bereich des Marktplatzes im Internet recherchieren und sich vor Ort die gewünschten Informationen aus dem Netz besorgen.

Umkreis von 100 Metern

Mit jedem WLAN-tauglichen Gerät – sei es Smartphone, Tablet oder Laptop – kann man sich im Umkreis von rund 100 Metern kostenlos einwählen. Erst einmal eingeloggt ins WLAN, hat jeder Nutzer die Möglichkeit, von Olpe aus kostenlos Mails, Nachrichten und aktuelle Fotos an Bekannte und Freunde in aller Welt zu versenden.

Den neuen Service möglich gemacht hat eine Kooperation mit der kommunalen Datenzentrale (KDZ) in Siegen, die über einen externen Provider – „MeinHotspot“ – den Netz-Zugang ermöglicht. Die Koordination des Projektes vor Ort lag dabei in den Händen von Frank Schöttler vom EDV-Service des Olper Hauptamtes.

Auf dem Weg zur Einrichtung eines Hot Spots waren zunächst vor allem rechtliche Hürden zu überwinden, da in Deutschland nach wie vor die Netzbetreiber für mögliches Fehlverhalten der Nutzer haften.

Der mit der Datenzentrale in Siegen kooperierende professionelle Datenprovider ist dagegen von der sogenannten „Störerhaftung“ ausgenommen. Rechtliche Risiken konnten auf diese Weise ausgeschaltet werden.

Noch kleinere Probleme

Wie funktioniert der freie WLAN-Zugriff? Die Aufgabe eines Hot Spots besteht zunächst darin, Benutzern einen einfachen Zugang zum Internet zu ermöglichen und dafür die erforderliche Freischaltung der Benutzerauszuführen. Beim Login müssen lediglich die Nutzungsbestimmungen akzeptiert werden. Ein Passwort ist nicht nötig. Zur Sicherheit der Nutzer wird das freie WLAN zusätzlich auch vor Viren und Phishing-Seiten geschützt.

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es derzeit aber noch: Die Netzstabilität entspricht aktuell aufgrund technischer Probleme noch nicht ganz den Erwartungen mit der Folge, dass der freie WLAN-Zugang noch nicht mit allen Endgeräten möglich ist. Die Probleme sollten allerdings kurzfristig gelöst werden können.

Für die Bereitstellung des neuen Serviceangebotes waren Investitionskosten in Höhe von rund 2000 Euro erforderlich. Georg Schnüttgen ist davon überzeugt, dass das neue Angebot gut angenommen wird. Abhängig von den Erfahrungen ist nach den Aussagen des Olper Hauptamtsleiters geplant, weitere Bereiche der Olper Innenstadt (z. B. der Kurkölner Platz) mit einem Hot Spot auszustatten.

Auch interessant

Kommentare