Führungswechsel im Bauordnungs- und Planungsamt 

Winfried Quast, der in Kürze in den Ruhestand geht, und Bürgermeister Peter Weber vor dem Rathaus.
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Amtsleiter Winfried Quast, der in Kürze in den Ruhestand geht, und Bürgermeister Peter Weber vor dem Rathaus.

Die Einarbeitungsphase von Arne Bubenheim, dem zukünftigen Amtsleiter des städtischen Bauordnungs- und Planungsamts beginnt am heutigen Montag. Nach einer Übergangsperiode tritt der im Sauerland aufgewachsene Bauassessor in die Fußstapfen von Winfried Quast, der im Herbst aus dem aktiven Dienst ausscheidet.

Olpe - Im Anschluss an das Studium der Raumplanung mit der Vertiefung Städtebau an der Technischen Universität Dortmund, war Arne Bubenheim zunächst bei einem Unternehmen für Stadt- und Raumentwicklung tätig. Nachfolgend absolvierte er die Vorbereitung für den höheren bautechnischen Verwaltungsdienst des Landes NRW. Zuletzt arbeitete er bei der Stadtverwaltung Essen als Teamleiter im Fachbereich Stadterneuerung und Bodenmanagement.

Arne Bubenheim wird neuer Leiter des Bauordnungs- und Planungsamtes der Stadt Olpe.

Arne Bubenheim: „Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe bei der Kreisstadt Olpe. In den kommenden Jahren werden unter anderem im Rahmen des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) viele spannende Projekte umgesetzt, die das Stadtbild zukunftsweisend verändern. Zudem ist es ein schönes Gefühl, wieder im Sauerland ansässig zu sein, wo ich nicht zuletzt meinen Hobbies, dem Wandern, Kanufahren und Laufen, in der heimischen Natur nachkommen kann.“

Viele Steine ins Rollen gebracht

Nach dreißig Jahren im Olper Rathaus geht Winfried Quast in einigen Monaten in den wohlverdienten Ruhestand. 1991 trat der studierte Diplom-Ingenieur in den Dienst der Stadt Olpe ein. Zuvor war er beim Straßenneubauamt Siegen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe beschäftigt. Seit 1998 leitet er das Bauordnungs- und Planungsamt der Kreisstadt Olpe. 2007 wurde er zum Stadtbaurat, 2014 zum Stadtoberbaurat ernannt. Zudem ist er seit 2014 Geschäftsführer des Interkommunalen Gewerbeparks Hüppcherhammer, dessen Entwicklung er nachhaltig prägte.

In seiner Zeit bei der Stadtverwaltung hat der verheiratete Vater von drei erwachsenen Söhnen viele Steine ins Rollen gebracht. Die Ansiedlung eines Dienstleistungszentrums am ehemaligen Industriestandort Olper Hütte, die Bebauung des Geländes am Obersee, die Gestaltung der Seepromenade in Sondern, die Neuausrichtung des Zentralen Omnibusbahnhofs mit angrenzenden Einkaufsmöglichkeiten sowie die Neubebauung in der Trift sind nur einige der zahlreichen Projekte, die Winfried Quast initiierte bzw. mitgestaltete.

Name für Autobahnkreuz

Eine besondere Beziehung hat Winfried Quast zu den Olper Dörfern. Von 2002 bis 2019 betreute er den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ und motivierte die Ortschaften rund um die Kreisstadt zur Teilnahme. Er war Ansprechpartner und Organisator mit einem stets offenen Ohr für die Belange der Dorfbevölkerung. Zu den größten Erfolgen zählt in diesem Zusammenhang die Neugestaltung der Ortschaften Rehringhausen und Oberveischede, die auf Bundesebene 2009 mit Gold und 2013 mit Silber ausgezeichnet wurden.

Was nur wenige Personen wissen: Auch autobahntechnisch war Winfried Quast aktiv. Auf seine Initiative hin entstanden nicht nur die Lärmschutzwälle an der A4 und der A45, dank ihm trägt das nahegelegene Autobahnkreuz die Bezeichnung „Olpe-Süd“. Das geplante Vorhaben, den Knotenpunkt A4 / A45 entsprechend der rund 30 km entfernten Großstadt „Siegen-Nord“ zu taufen, konnte er – glücklicherweise – abwenden.

Bürgermeister Peter Weber: „Mit Winfried Quast scheidet ein sehr geschätzter Mitarbeiter aus dem Verwaltungsdienst aus, dessen Expertise, Engagement und Gespür für zukunftsträchtige Entwicklungen wir vermissen werden. Die Leidenschaft, mit der er seine Arbeit stets ausführte, zeigt, wie sehr ihm die Entwicklung unserer Kreisstadt am Herzen liegt. Ich danke Winfried Quast für seinen außerordentlichen Einsatz und wünsche ihm alles Gute für den neuen Lebensabschnitt. Mit Arne Bubenheim konnten wir einen jungen Mann als Nachfolger gewinnen, der uns sowohl mit seinem fachlichen Wissen als auch auf persönlicher Ebene überzeugt hat und wir freuen uns auf die zukünftige Zusammenarbeit.“

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