Gegen "Rechts"

Kriminalkommissar Roger Kuhn referierte in der bis auf den letzten Platz gefüllten Schulbibliothek des Olper St.-Franziskus-Gymnasiums über die rechte Szene.

Bis auf den letzten Platz war die Schulbibliothek des Olper St.-Franziskus-Gymnasiums gefüllt. Aus Nachbarklassen mussten zusätzlich Stühle geholt werden und das Publikum hörte knapp drei Stunden gebannt zu.

Mit diesen Fakten wird deutlich, dass die Organisatoren des Franziskus-Forums einen guten "Riecher" hatten, als sie zum Vortrag "Wo beginnt Rechts" eingeladen haben.

Der große Zuspruch, den dieser Vortrag erfuhr, lag zum einen an dem kompetenten Referenten. Kriminalkommissar Roger Kuhn hat lange Zeit in der Abteilung Staatsschutz des Polizeipräsidiums Hagen gearbeitet.

Aus diesem Erfahrungsschatz konnte Kuhn anschaulich erzählen und beschreiben, wie Anhänger der rechten Szene in der Öffentlichkeit in Erscheinung treten und wo die Grenzen des Erlaubten liegen. Allen Zuhörern wurde dabei deutlich, wie aufmerksam sie bei dieser Thematik sein müssen. In vielen Bereichen erwecken rechte Gruppierungen einen normalen Anschein. Es sind kleine Symbole und Signale, die ein Hinweis auf die Gesinnung geben können. Jeder ist gefordert, kritisch Standpunkte zu hinterfragen. Dass das auch geschieht, zeigte sich an den Nachfragen aus dem Publikum, die das zweite Standbein für den Erfolg des Vortrages waren. Kommissar Kuhn hatte zu Beginn des Vortrages um Zwischenfragen gebeten. Und diese wurden zahlreich gestellt.

Es wurde deutlich, dass es zahlreiche Jugendliche gibt, die sich mit der rechten Szene bzw. mit rechtslastiger Gesinnung auseinandersetzen. Wie dieses geschehen kann, wurde am Ende des Vortrages thematisiert. Nicht immer ist das persönliche körperliche Eingreifen sinnvoll. So zeigte Kuhn auch andere Möglichkeiten auf, wie die Aufmerksamkeiten in der Öffentlichkeit auf Angreifer zu lenken oder mit dem Fotohandy Beweise zu sichern.

Am Ende des Vortrages waren sich Referent und Publikum einig: Jeder ist aufgerufen, sich gegen rechte Überzeugungen zu stellen.

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