Neues Wildunfallzeichen in Olpe vorgestellt

Gegen den Zeitverlust

Die Übergabe des Wildunfallzeichen an die Polizei.: (v.l.) Philipp Hunold,Polizeihauptkommissar Hermann Koßmehl, Dietmar Heupel und Karl-Ludwig Keseberg. Foto: Mario Wurm

Der Hegering Olpe und die Kreispolizeibehörde setzen das Pilotprojekt „Wildunfallzeichen“ in die Tat um.

Bei diesem Projekt handelt es sich um einen Pflock, der nach einem Wildunfall an den Straßenrand gesteckt wird und die Richtung des geflohenen Tieres angibt.

Führt man sich die Statistik aller Wildunfälle im Kreis Olpe vor Augen, so ist die Zahl von 637 gemeldeten Wildunfällen im Jahre 2012 und 328 Wildunfällen bis Juni 2013 erschreckend hoch. Bei diesen Unfällen kommt es nicht selten vor, dass die Tiere sehr schwer verletzt oder gar getötet werden.

Um die Suche nach Tieren, welche von einem Pkw erfasst wurden und wieder in den Wald geflüchtet sind, zu erleichtern, hat der Hegering Olpe das Projekt „Wildunfallzeichen“ realisiert. „Da die Polizei bei bisherigen Wildunfällen nur mit weißer Farbe oder Kreide die Richtung markierte, führte dies oft zu Zeitverlusten und Irritationen, da diese Markierungen Monate auf der Fahrbahn sichtbar blieben“, so der Förster Dietmar Heupel, welcher sich diesem Problem widmete und das Wildunfallzeichen erdachte. Bei dem Zeichen handelt es sich um einen kleinen neonfarbigen Erdspieß mit Reflektor. An der Spitze besitzt der Spieß eine Dreiecksmarkierung, die dem Jäger genau zeigen soll, in welche Richtung das Wild geflohen ist, um es unter dem Aspekt des Tierschutzes nicht länger leiden zu lassen.

Projekt soll auf Kreis ausgeweitet werden

Das Schild, welches in Freudenberg hergestellt wurde, soll in jedem Streifenwagen mitgeführt werden und entsprechend bei einem Wildunfall von einem Polizeibeamten in den Straßenrand gesteckt werden, sodass die Spitze des Dreiecks am Unfallzeichen die Fluchtrichtung des verunglückten Wildes anzeigt. Bei Frost hingegen wird das Schild an den Straßenrand gelegt, bis der meist zeitversetzt gerufene Schweisshundeführer die Spur des Wildes aufnehmen, es schnell finden und erlösen kann.

Da das Projekt mit einer Stückzahl von 50 Pflöcken begrenzt ist, werden die Spieße nach dem Fund des Tieres vom Hundeführer wieder mitgenommen und der entsprechenden Behörde zurückgegeben, um sie später wieder zu verwenden.

Dank der Kostenübernahme von der LVM Versicherung unter der Leitung von Philipp Hunold konnte das Schild realisiert. ,,Mein Dank gilt der Agentur Hunold sowie der Leitung der Kreispolizeibehörde, die sich zur Kooperation mit dem Hegering Olpe bereit erklärte“, so Heupel.

Das Projekt betrifft bislang nur den Hegering Olpe. Es soll aber in Zusammenarbeit mit der Kreisjägerschaft auf den ganzen Kreis Olpe und auch auf andere Kreise erweitert werden. „Den anderen Kreisen werden wir mit Rat und Tat zur Verfügung stehen“, offerierte Heupel. (Von Mario Wurm)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare