Schwester Magdalena Krol zur Generaloberin wiedergewählt

Generalrat neu besetzt

Erzbischof Hans Josef Becker beim Amtseid der wiedergewählten Generaloberin Schwester Magdalena Krol.

Alle sechs Jahre findet die Wahl der Generalleitung der Franziskanerinnen von der Ewigen Anbetung zu Olpe statt: Die Delegierten aus den Provinzen wählten Schwester Magdalena Krol erneut zur Generaloberin.

Traditionell findet die Wahl am 20. Juli, dem Gründungstag der Ordensgemeinschaft der Olper Franziskanerinnen, statt. In diesem Jahr fiel das Datum auf Schützenfestmontag. Der Erzbischof von Paderborn, Hans Josef Becker, feierte mit den Schwestern am vergangenen Montagmorgen die heilige Messe zur Wahl. Anschließend fand unter seiner Leitung die geheime Wahl statt. 27 Delegierte aus den Provinzen in den USA, von den Philippinen und in Deutschland mit Brasilien wählten eine neue Generalleitung. Die Mehrheit war sich schnell einig. Die bisherige Generaloberin Schwester Magdalena Krol wurde für eine zweite Amtszeit von sechs Jahren wiedergewählt. Jede der 392 Schwestern des Ordens auf der ganzen Welt wäre theoretisch wählbar gewesen. „Natürlich wurde vorher in Gruppen darüber gesprochen, welche Eigenschaften die Generaloberin haben sollte“, erklärte Schwester Katharina Hartleib.

„Internationalität“ als wichtiges Thema

Somit ist Schwester Magdalena Krol die neunte Leiterin in 152 Jahren. „Es ist eine Bestätigung für mich und meine Arbeit“, erklärte die wiedergewählte Generaloberin strahlend. „Die zweite Amtszeit ist vom Beginn her einfacher. Ich habe ja bereits sechs Jahre Erfahrung.“

Mit dem 150-jährigen Ordensjubiläum und der Seligsprechung der Ordensgründerin Mutter Maria Theresia Bonzel fielen zwei besondere Ereignisse in ihre Amtszeit, an die sie sich gerne erinnert.

Für die nächsten sechs Jahre ist „Internationalität“ ein wichtiges Thema. „Wie leben die Schwestern in den Provinzen, und was sind deren Herausforderungen?“, erklärt Schwester Magdalena ihre bevorstehenden Aufgaben. Jede Schwester weltweit soll die Gelegenheit haben, mit ihr zu sprechen. Und noch etwas liegt ihr am Herzen: „Ich werde auch versuchen, bei den Ewigen Gelübden neuer Schwestern dabei zu sein.“ Auch die Wahl des Generalrates stand am Montagmorgen an. Dieser ist komplett neu besetzt: Schwester Gertrudis Lüneborg aus Deutschland, Schwester Ann Kathleen Magiera aus der amerikanischen Ostprovinz in Mishawaka/Indiana und Schwester Agnes Lentejas von den Philippinen aus Cebu. Somit ist aus jeder Provinz eine Schwester im Generalrat vertreten, was aber nicht zwingend erforderlich sein muss.

392 Schwestern in vier Provinzen

Das Wahlkapitel war der dritte und letzte Teil des 22. Generalkapitels, welches bereits in der vergangenen Woche im Mutterhaus eröffnet wurde. Das Generalkapitel stand unter dem Thema „Unsere Ordensregel: Inspiration, um GOTT-voll zu werden“ stand. Neben dem abschließenden Wahlkapitel gab es im Vorfeld zwei Sachkapitel. Bereits zuvor wurden die Arbeit und das Leben der Schwestern in den letzten sechs Jahren reflektiert.

Die Schwerpunkte für die nächsten sechs Jahre wurden unter anderem auf Grundlage der Ordensregel und des Schreibens des Papstes an die Ordensleute im Jahr der Orden besprochen. Neben „anbeten und anpacken“ – der Notwendigkeit der Balance von Beten und Arbeiten im Leben der Provinzen, soll auch das Verständnis für Internationalität auf verschiedene Weise gefördert werden.

Das Generalkapitel findet alle sechs Jahre statt. Aus jeder der vier Ordensprovinzen sind Delegierte von ihren Mitschwestern gewählt und nach Olpe entsandt worden.

Aktuell gehören dem Orden weltweit 392 Schwestern an: 110 Schwestern in Deutschland, acht in Brasilien, 122 auf den Philippinen und 152 in den USA. (Von Jacqueline Sondermann, j.sondermann@sauerlandkurier.de)

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