„Das ist echte Physik"

Gummi-Boote stechen in See: Wettbewerb an der St.-Franziskus-Schule

Die Teilnehmer des Finales präsentieren zusammen mit Manuel Cordes ihre Urkunden und Preise. Der zweite Schüler vorne links ist der Gewinner Louis Schmidt. Links neben ihm steht Elias Kästel und rechts von ihm Leonie Flender und Mia Weber.

Olpe – „Was ist ein Gummi-Boot?“ – Diese Frage stellte sich vor den Herbstferien vielen Schülern an der St.-Franziskus-Schule. Ein Boot, dessen Antriebsenergie maximal aus zwei Gummiringen stammt. So lautete die einfache Antwort des Physikwettbewerbes der Klassen 5 bis 7. Aber wer baut das schnellste Boot? Diese Frage wurde nach drei Wochen Bauzeit in dieser Woche beantwortet.

Über 80 Schüler stellten sich dieser schwierigen Aufgabe. Aufgrund dieser großen Zahl mussten Qualifikationsrennen für das Finale durchgeführt werden. An zwei Tagen fuhr jeweils in der großen Pause jedes Boot auf der zwei Meter langen Rennstrecke. Die zehn schnellsten Boote qualifizierten sich dann für das Finale. Dazu kamen die Finalteilnehmer und viele interessierte Mitschüler in der Pausenhalle zusammen. 

Dicht gedrängt verfolgten sie, wie die Finalteilnehmer jeweils in Paaren gegeneinander antraten. Eine große Überraschung bot sich am Ende des Finales. In einem Lauf fuhren der Erstplatzierte der Vorläufe gegen den zehnplatzierten und in einer hervorragenden Zeit von 3,5 Sekunden setzte sich Louis Schmidt aus der 5. Klasse der Realschule durch. Er hatte mit 13 Sekunden im Vorlauf sich gerade noch für das Finale qualifiziert hatte für das Finale. Leonie Flender und Mia Weber belegten mit ihrem Boot den zweiten Platz und Elias Kästel freute sich über den 3. Platz. 

Überraschend war, dass ausschließlich Schüler der 5. Klasse auf dem Siegerpodest standen. Jeder Teilnehmer am Wettbewerb bekam als Anerkennung eine Urkunde. Die Finalisten erhielten darüber hinaus von Schulleiterin Dr. Gerlis Görg attraktive Sachpreise als Anerkennung. „Die Preise und Urkunden sind wichtig, aber wichtiger ist die Freude an der Physik. Das Siegerpodest macht deutlich, dass unser Physikwettbewerb keine Sache der älteren Schülerinnen und Schüler ist. Hier gewinnt, wer Spaß am Ausprobieren und Beobachten hat. Das ist echte Physik“, so zog Physiklehrer Manuel Cordes sein Fazit. 

Er hat den Wettbewerb für die jüngeren Klassen vor zehn Jahren initiiert. Mittlerweile engagiert sich die gesamte Physikfachschaft für dieses Projekt und schon laufen erste Überlegungen, wie der Wettbewerb im nächsten Jahr fortgesetzt wird.

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