„Das war eine gute Idee“

"Haus der Arbeitgeber" in der Kreisstadt eingeweiht

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Dr. Josef Helmlinger (Ärztlicher Leiter des AMZ), Jens Brill (Leiter der IHK-Geschäftsstelle Olpe), Stephan Stracke (geschäftsführendes Vorstandsmitglied des AMZ und Geschäftsführer des AGV), Generalunternehmer Berthold Böhler, Arndt G. Kirchhoff (AGV-Vorsitzender) und Landrat Frank Beckehoff (v.l.) bei der Schlüsselübergabe.

Olpe. Laut Arndt G. Kirchhoff ist „alles ziemlich schnell gegangen“: Drei Jahre nach den ersten Überlegungen fand jetzt die Einweihung des „Hauses der Arbeitgeber“ – des gemeinsamen Bürogebäudes des Arbeitgeberverbandes für den Kreis Olpe (AGV), der IHK-Geschäftsstelle in der Kreisstadt und des Arbeitsmedizinischen Zentrums (AMZ) – statt.

Was den AGV-Vorsitzenden besonders freute: „Alles ist im Zeit- und Kostenrahmen geblieben.“ Und ergänzte mit einem kleinen Seitenhieb Richtung Flughafen Berlin Brandeburg: „Das ist ja nicht überall in Deutschland so.“ Nachdem der AGV Ende 2016 das Grundstück „In der Trift“ in Olpe gemeinsam mit dem Deutschen Kinderhospizverein (DKHV) gekauft hatte, folgte im April 2017 der erste Spatenstich. Verantwortlich für den Bau war Generalunternehmer Berthold Böhler, Architekt war Stephan Göckler – beide aus Olpe. Da zunächst das benachbarte „Haus der Kinderhospizarbeit“ des DKHV gebaut wurde, begann der Bau von AGV, IHK und AMZ im August 2017. Genau ein Jahr später, im August 2018 war das Gebäude fertig gestellt. „Es hat alles gut geklappt. Das Ensemble der beiden Gebäude zu realisieren, war eine gute Idee“, so Kirchhoff.

Das neue Haus bietet nun eine gemeinsame Anlaufstelle der drei Organisationen. „Mit der IHK wohnen wir ja bereits seit 1951 zusammen“, erklärte Kirchhoff – zunächst in der Martinstraße, danach in der Seminarstraße. Schließlich haben AGV und IHK „viele Schnittmengen“. Und es sei „schön, dass wir auch das AMZ am neuen Standort haben.“

Beckehoff: „Beste Arbeitsbedingungen“

Glückwünsche des Kreises Olpe zum Neubau überbrachte Landrat Frank Beckehoff: „Sie haben ein schmuckes Gebäude, in dem Sie beste Arbeitsbedingungen und jede Menge Platz vorfinden.“ Der AGV als Zusammenschluss heimischer Unternehmen habe sich „zu einem kompetenten Dienstleister mit breitem Angebotsspektrum entwickelt.“ Die vielfältigen Aktivitäten werden nun von der „neuen Zentrale“ aus organisiert: „Ich kann mir allerdings auch vorstellen, dass der Abschied aus dem vertrauten Umfeld und der Nachbarschaft der Kreisverwaltung schwer fällt.“ Doch Beckehoff sah es augenzwinkernd als „gewissen Trost“ an, dass „auch am neuen Standort der Kreis Olpe nicht weit weg ist“ – die Rettungswache befindet sich direkt gegenüber auf der anderen Straßenseite.

Arndt G. Kirchhoff nutzte die Feierstunde zu Eröffnung auch, um kurz auf die wirtschaftliche Entwicklung einzugehen: „Wenn Sie irgendwo lesen, dass durch die Digitalisierung Arbeitsplätze weg fallen: Das ist Quatsch. Die Arbeitsplätze verändern sich. Sie verschwinden aber nicht.“

Er erinnerte an die Erfolge der sozialen Marktwirtschaft, deren wichtigste Säule, die Unterzeichnung des Stinnes-Legien-Abkommens als Regelung der Tarifautonomie zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften, sich am 15. November zum 100. Mal jährt.: „Die soziale Marktwirtschaft ist eines der erfolgreichsten Systeme weltweit. Kaum einem Land auf der Welt geht es so gut wie uns und kaum ein Land mit so wenig Einwohnern macht so viel Furore in der Weltwirtschaft.“

Er erklärte auch, wem die Unternehmen ihre Spitzenplätze zu verdanken haben: „Am Ende bringen die Menschen, also die Belegschaften, die Leistungen.“ Daher wünschte er sich, dass „wir auch in Zukunft mit unseren Belegschaften Teil der Weltspitze bleiben.“ Wichtig dafür sei, „die Tarifpolitik zukunftsfähiger, und damit flexibler, individueller und anpassungsfähiger, zu gestalten.“

In das ehemalige Gebäude von AGV und IHK an der Seminarstraße wird im übrigen die Kreisverwaltung einziehen. Damit gehört das auch das letzte bislang fehlende Grundstück im Umfeld des Kreishauses nun dem Kreis Olpe.

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