Stadt Olpe erwirbt Flächen von der Kirchengemeinde

Hüppcherhammer wächst weiter

Stellten sich im Olper Rathaus anlässlich der letzten Verhandlungsrunde auf: Michael Ohm, Eduard Köster, Petra Nies, Winfried Quast, Rainer Lange, Ulrich Berghof, Peter Weber und Clemens Steiling (v.l.).
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Stellten sich im Olper Rathaus anlässlich der letzten Verhandlungsrunde auf: Michael Ohm, Eduard Köster, Petra Nies, Winfried Quast, Rainer Lange, Ulrich Berghof, Peter Weber und Clemens Steiling (v.l.).

Olpe/Drolshagen. Die Kreisstadt Olpe erwirbt von der Katholischen Kirchengemeinde St. Martinus für die Erweiterung des interkommunalen Gewerbegebietes Hüppcherhammer insgesamt 131.000 qm. Dafür erhält die Kirchengemeinde sowohl von der Kreisstadt Olpe als auch von der Stadt Drolshagen entsprechende Ausgleichsflächen.

Damit endet ein „Verhandlungsmarathon in zwei Akten“. Eine erste Fläche hat die Stadt bereits vor Jahren gekauft. Für die Realisierung des ersten Bauabschnitts des Gewerbegebietes hatte die Kirchengemeinde bereits große Flächen veräußert. Die Vermarktung der aktuell baureifen Flächen ist fast abgeschlossen. Eine Erweiterung war von Beginn an geplant. Doch die Grundstücksverhandlungen zogen sich über Jahre hin.

Die Verhandlungskommissionen aus Rathaus und Kirchenvorstand mussten Lösungen finden, die den Interessen der Kreisstadt, der interkommunalen Gesellschaft sowie der Pfarrei entsprechen. Verhandlungsführer für die Kirche war der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes Wolfgang Hesse, dazu kam Architekt und Vorstandsmitglied Michael Ohm. Auf der Seite der Kreisstadt wechselten die Akteure vollständig, da Klaus-Dieter Scholemann und Bernd Knaebel zwischenzeitlich aus dem aktiven Dienst ausschieden. Winfried Quast und Petra Nies übernahmen deren Aufgabe. Für die Kirche wurde Eduard Köster vor zwei Jahren als Nachfolger für den aus dem Vorstand ausgeschiedenen Paul Harnischmacher berufen.

Zentrale Bedeutung für Drolshagen

„Seit Jahrhunderten verkauft die Kirchengemeinde weder Grund noch Boden. Wir bevorzugen den Tausch“, so Wolfgang Hesse. Und daran wären die Gespräche fast gescheitert. Denn die Kreisstadt Olpe konnte keine Flächen in ausreichender Größe zur Verfügung stellen.

So kam der Stadt Drolshagen eine zentrale Bedeutung zu. Als Gesellschafter an der „Interkommunalen Gewerbepark Hüppcherhammer GmbH“ konnten Bürgermeister Ulrich Berghof und Kämmerer Rainer Lange einen Lösungsvorschlag unterbreiten. Dem hat die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Drolshagen am 21. September zugestimmt. Auch der Kirchenvorstand stimmte der Vereinbarung zu. Hier fehlt noch die Genehmigung des Erzbischöflichen Generalvikariates in Paderborn. Dort muss der notariell beglaubigte Vertrag vorgelegt werden.

Bürgermeister Peter Weber und Pfarrer Clemens Steiling freuten sich anlässlich der letzten Gesprächsrunde, an dem Uli Berghof und Rainer Lange teilnahmen, über die gute Zusammenarbeit. „Stadt und Kirche haben das Gemeinwohl im Blick“, so Weber. Pfarrer Steiling ergänzte, dass die Kirche nur dann Kirche ist, wenn sie Präsenz zeige im Sinne einer hilfreichen Diakonie und spürbaren Caritas. Allen Kirchenvertretern gemeinsam war die Erleichterung über den Abschluss der Verhandlungen.

Sozusagen als „Nebengeschäft“ konnte die Kreisstadt Olpe ca. 8.500 qm im Bereich der Rüblinghauser Drift erwerben. Hier könnten in einigen Jahren bis zu 20 Baugrundstücke entstehen.

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