1. SauerlandKurier
  2. Kreis Olpe
  3. Olpe

Interkulturelle Pflege

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Yasemin Aydin, Heidi Heidemann und Birgit Lippemeier (v.l.) fördern die Schulung von Ehrenamtlichen zur häuslichen Betreuung von Menschen mit Migrationsgeschichte und Demenzerkrankung.  Foto: Mario Wurm
Yasemin Aydin, Heidi Heidemann und Birgit Lippemeier (v.l.) fördern die Schulung von Ehrenamtlichen zur häuslichen Betreuung von Menschen mit Migrationsgeschichte und Demenzerkrankung. Foto: Mario Wurm

Angesichts des demografischen Wandels wird das Thema Demenz die Gesellschaft in den nächsten Jahren vor neue soziale, politische und medizinische Aufgaben stellen.

In diesem Kontext müssen in Zukunft die Lücken des Versorgungsangebotes für ältere Menschen mit Zuwanderungsgeschichte gefüllt werden.

So wurde am 1. November 2013 ein „Häuslicher Entlastungsdienst für Menschen mit Demenz und Zuwanderungsgeschichte“ von der Integrationsagentur des MehrGenerationenHauses in Olpe gegründet. Dabei sollen Ehrenamtliche in Zusammenarbeit mit professionellen Kräften des DRK-Kreisverbandes geschult und begleitet werden, um einen häuslichen Betreuungsdienst im Kreis Olpe aufzubauen.

30 Stunden Schulungen

Dieses Angebot richtet sich vor allem an Männer und Frauen in der zweiten und dritten Generation der Migranten, da bei diesen eine große Bereitschaft existiert, sich ehrenamtlich in der Betreuung Demenzkranker zu engagieren. Die Ehrenamtlichen werden von Birgit Lippemeier, Altentherapeutin und gerontopsychiatrische Fachkraft, in einer circa 30-stündigen Schulung und Praktika für die Arbeit mit Demenzerkrankten sensibilisiert. „Zum jetzigen Zeitpunkt haben wir schon drei Frauen mit türkischem Ursprung und eine Dame mit argentinischen Wurzeln schulen können“, freut sich Yasemin Aydin über die positive Resonanz.

Sie selbst arbeitet als Koordinatorin des Entlastungsdienstes für das DRK und erleichtert aufgrund ihres türkischen Hintergrundes die Kontaktaufnahme und Förderung von Menschen mit Demenz und Zuwanderungsgeschichte. „Es ist von äußerster Wichtigkeit die Familien von den betroffenen Menschen zu erreichen, da das Thema der Demenz in einigen Kulturen noch nicht so sehr wahrgenommen wird und wir die Angehörigen von Demenzerkrankten mit Migrationshintergrund entlasten können und wollen“, erklärt Heidi Heidemann, die als Ansprechpartnerin der Integrationsagentur fungiert und sowohl online unter heidemann@kv-olpe.drk.de, als auch telefonisch unter % 02761/2643 weitere Fragen beantwortet und Informationen zu dieser Thematik gibt.

Yasemin Aydin ist bei weiteren Fragen ebenfalls unter % 0152/31957333 erreichbar. (Von Mario Wurm)

Auch interessant

Kommentare