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Müllsammelaktion der Jäger des Hegerings Olpe

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Auch diese beiden jungen Helfer waren bei der Müllsammelaktion dabei.
Auch diese beiden jungen Helfer waren bei der Müllsammelaktion dabei.

Olpe. Eine Woche lang durchstreiften die Jäger des Hegerings Olpe die Wälder rund um die Stadt auf der Suche nach Müll und Unrat, der nicht in den Wald gehört. „Das Ergebnis dieser Müllsammelaktion betrachten wir mit einem weinenden und einem lachenden Auge“, so das Resümee von Hegeringleiter Jürgen Sonsalla.

Insgesamt konnten mehrere Kubikmeter Unrat und Abfälle aus den heimischen Wäldern um Olpe herausgeholt und einer ordnungsgemäßen Entsorgung zugeführt werden. Hierzu hatte sich der Bauhof der Stadt Olpe im Vorfeld bereit erklärt. „Ohne diese Unterstützung wäre die gesamte Aktion nicht durchführbar gewesen. Daher ein herzliches Dankeschön an den Bauhof, seine Mitarbeiter und die Stadt Olpe“ beschreibt Sonsalla die gelungene Zusammenarbeit.

Sowohl bei den Jägern als auch bei den Mitarbeitern der Kommune war das Erstaunen groß, was sie dann letztlich alles aus den Wäldern zutage förderten: „Normaler“ Hausmüll, säckeweise Plastik- und Styroporabfälle, Bauholz, komplette Fenster, Autoreifen, alte Transportanhänger und stattliche Berge von Metallschrott fanden sich am Ende auf den Sammelplätzen rund um Olpe. Im Wald entwickelt dieser Müll in mehrfacher Hinsicht ein hohes Gefährdungspotential: Wildtiere können sich an den Gegenständen ernsthafte Verletzungen zuziehen oder sie fressen einzelne Teile, etwa Plastiktüten.

Diese verstopfen dann die inneren Organe und führen dazu, dass die Tiere qualvoll verhungern. Auch Netze, Leinen oder Maschendraht-Reste können sich zu einer tödlichen Falle für das Wild entwickeln. Schlimmer sind jedoch Farb-, Öl- oder Chemikalienreste, die durch ihr Eindringen den Boden verseuchen und so nicht nur für die Wildtiere lebensbedrohlich sind.

Aber auch für die Verursacher kann diese Art der Entsorgung unangenehme Konsequenzen haben: Müll im Wald abzuladen ist strafbar und kann empfindlich hohe Geldbußen nach sich ziehen. Jürgen Sonsalla: „Die illegale Entsorgung von diesen Dingen ist für uns daher nicht nachvollziehbar, zumal dieser Abfall auch ohne Probleme und größere Kosten über die offiziellen Wege entsorgt werden kann. Ich kann daher nur spekulieren, welche Gründe für diese wilden Mülldeponien verantwortlich sind. Wir appellieren daher an alle Bürger: Denken Sie daran, welche Gefahr der Müll im Wald darstellt und helfen Sie uns, unsere Wälder so zu schützen und zu erhalten, wie sie es verdienen. Wir alle nutzen die heimischen Wälder auf viele verschiedene Arten und ganz sicher möchte sich niemand beim Spazierengehen, Wandern oder Sport treiben über den Anblick dieser Müllberge im Wald ärgern. Unser Dank gilt heute ganz besonders allen Beteiligten und Helfern, die hier viel Zeit und Arbeit investiert haben. Sie alle haben einen wichtigen Beitrag zum Schutz des Wildes und zur Erhaltung unserer Wälder in einem gesunden und artenreichen Zustand geleistet“.

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