Bei Fragen und Sorgen

Kein Lockdown in der Schwangeren-Beratungsstelle „Mirjam“

Schwangere können sich mit ihren Ängsten und Nöten auch während der Corona-Pandemie an die Beratungsstelle „Mirjam“ wenden.
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Schwangere können sich mit ihren Ängsten und Nöten auch während der Corona-Pandemie an die Beratungsstelle „Mirjam“ wenden.

Die Beratungsstelle „Mirjam“ schaut mit großer Sorge auf sinkende Zahlen von Schwangeren, die in Zeiten des Lockdowns zur Beratung kommen. Es besteht die Befürchtung, dass gerade Schwangere Angst vor einer Ansteckung mit dem Virus haben, sehr vorsichtig agieren und Kontakte möglichst meiden. 

Olpe - Aus ihrer jahrelangen Erfahrungen heraus wissen die Beraterinnen aber auch, dass die Fragen und Sorgen Schwangerer in dieser Situation deshalb nicht weniger sind – im Gegenteil. Und ungelöste Probleme können eine Schwangerschaft nachhaltig negativ beeinträchtigen.

Vorsichtsmaßnahmen in der Präsenzberatung

Um eine gefahrlose Beratung zu gewährleisten, wurden bei „Mirjam“ die Beratungszeiten umgestellt und die Beratungsstelle hygienisch auf den neuesten Stand gebracht. Dazu wurden Spuckschutzwände aus Acryl angebracht. Das Tragen von Mund-Nasen-Schutzmasken, regelmäßige Desinfektion, ausgiebiges Lüften und der notwendige Abstand zur beratenen Person sind selbstverständlich. Die Beratungszeiten wurden ausgeweitet, eine Beratung ist nur nach vorheriger telefonischer Anmeldung möglich. Diese Maßnahmen erlauben die wichtige Präsenzberatung im Schwangerschaftskonflikt und allen allgemeinen, finanziellen und rechtlichen Fragen rund um Schwangerschaft und Geburt.


Beratung auch per Telefon möglich

Alternativ bietet „Mirjam“ auch Beratungen per Telefon, Videotelefonie oder online an. So kann auch in dieser Ausnahmesituation Hilfe geleistet werden, wenn eine Präsenzberatung aus individuellen oder strukturellen Gründen nicht möglich ist.
Trotz der Einschränkungen wurden in 2020 mehr als 300 Frauen in fast 400 Gesprächen in Fragen rund um Schwangerschaft und Geburt beraten. Die sexualpädagogische Präventionsarbeit an Schulen lag im Jahr 2020 fast total brach. Das Interesse der Schulen ist aber nach wie vor groß. Für 2021 wurden schon viele Termine in der Hoffnung vereinbart, dass sie auch stattfinden können.

Ein neues Gesicht in der Beratungsstelle

Für diesen Bereich der Arbeit freut sich „Mirjam“ über eine neue Mitarbeiterin. Ines Schumann ist die neue Ansprechpartnerin für Schulen und Jugendgruppen. Sie wird sich neben der „normalen“ Beratungsarbeit besonders darum kümmern, Jugendlichen in Schulen, Gruppen oder in Einzelgesprächen einen verantwortungsvollen Umgang mit ihrer Sexualität nahezubringen.
Die Beratungsstelle Mirjam berät Frauen, Familien und Paare im Schwangerschaftskonflikt – mit Ausstellung der Beratungsbescheinigung – und in allen Fragen, die im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Elternsein entstehen können. Auch werden Begleitung bei Fehlgeburt, Totgeburt oder Abbruch angeboten. Die Beratung ist kostenlos und auf Wunsch anonym.

Die Beratungsstelle befindet sich im Löherweg 4. Telefonische Terminvereinbarungen bitte Montag bis Freitag von 8.30 bis 12 Uhr, zusätzlich Montag und Donnerstag von 14 bis 17 Uhr unter Tel. 02761/838717 und Tel. 0151/65960358 oder per E-Mail: beratungsstelle@mirjam-olpe.de. Weitere Infos auch unter https://frauenwuerde.de/index.php/mirjam-olpe.html

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