Ein Kilo Honig pro Kopf

Das Programm beim Besuchertag im Kirchhainer Bieneninstitut war gewohnt umfangreich.

Über ein Kilogramm Bienenhonig verbrauchen die Bundesbürger pro Kopf in einem Jahr. Etwa ein Viertel davon stammt noch immer aus heimischer Produktion. Zu den Imkern aus dem Kreis Olpe zählt seit 42 Jahren der Imkermeister Adolf Schneider.

Vielen Bürgerinnen und Bürgern ist er vom Olper Wochenmarkt wohlbekannt. Was als Steckenpferd begann, entwickelte sich mit der Zeit zu einer umfangreichen Nebenerwerbsimkerei. Was lag da näher, als irgendwann auch die theoretischen und praktischen Grundlagen zur Bienenhaltung zu auszubauen. Der gelernte Techniker nahm es auf sich, über mehrere Jahre Lehrgänge in verschiedenen Bieneninstituten des Landes zu besuchen und legte 1990 die Meisterprüfung ab.

Das Bieneninstitut, welches in seiner Ausbildung den wichtigsten Anteil hatte, besucht Adolf Schneider regelmäßig. Es ist das Kirchhainer Bieneninstitut bei Marburg. Ende April war er wieder einmal dort. Anlass war ein offener Besuchertag. Für Imkermeister Schneider selbst war es ein besonderer Tag, denn 35 Jahre zuvor hatte er in Kirchhain seinen ersten Lehrgang besucht, mit dem er sich auf die Meisterprüfung zum Lehrberuf Tierwirt Bienenhaltung vorbereitete. Das Programm beim Besuchertag war gewohnt umfangreich. Begrüßt wurden die Besucher durch den Leiter des Institutes, Dr. Ralph Büchler. Er informierte über die Aufgaben und Arbeitsbereiche des Institutes. Fachvorträge wurden von Frau Dr. Meixner und den Herren Dr. Büchler, Dr. Siede und dem Bienenzuchtberater Bruno Binder-Köllhofer gehalten. Weitere Mitarbeiter des Institutes gaben an ihren Arbeitsplätzen Einblicke in die vielfältigen Aufgaben. Bei den Vorführungen im Außenbereich gab der Imkermeister Hubbe einen Einblick ins lebende Bienenvolk.

"Zu lernen gibt es immer etwas", meint Adolf Schneider, auch wenn man bereits seit Jahrzehnten der Imkerei nachgeht. Wichtig ist vor allem, dass man bereit ist, sein eigenes Tun zu überdenken. Und so konnte der heimische Imkermeister auch bei diesem Besuch wieder viele neue Anregungen mit nach Hause nehmen.

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