"Konjunktureller Aufwind erfasste auch heimische Unternehmen"

Präsentierten im "Stadtblick" die Bilanz der Sparkasse Olpe-Drolshagen-Wenden: Peter Schauerte, Monika Schulte-Brinker, Dieter Kohlmeier und Egbert Schrage. Foto: Torsten-Eric Sendler

Sparkasse profitierte - Bilanzsumme und Kredithöhe gestiegen

Olpe/Drolshagen/Wenden. (tes) Zufriedene Gesichter prägten das Bild, als die Sparkasse Olpe am Donnerstag zu ihrer alljährlichen Bilanzpressekonferenz lud. "Ich habe nichts Spektakuläres zu vermelden. Wir blicken auf ein solides und ordentliches Jahr zurück," resümierte zu Beginn der Chef der Sparkasse Olpe-Drolshagen-Wenden, Dieter Kohlmeier. Dank des konjunkturellen Rückenwindes, der 2006 auch den Kreis Olpe erfasst hat, habe man abermals an das bisherige kontinuierliche Wachstum der vergangenen Jahre anknüpfen können. Die Geschäftspolitik der Sparkasse Olpe, so Kohlmeier, der Dietmar Unger zu Jahresbeginn an der Sparkassen-Spitze ablöste, stünde durch und durch auf einem soliden Fundament. Denn: "Bei uns passiert nichts Unerwartetes, wir haben keine schlaflosen Nächte." Als neuer Mann wird Wilhelm Rücker aus Paderborn den Sparkassen-Vorstand ab 1. April komplettieren.

Kunden sind optimistischer

Das Anziehen der Konjunktur hat auch unmittelbare Folgen auf das Kredit- und Anlageverhalten der Kunden. Diese blicken wieder optimistischer in die Zukunft, sind eher bereit, Risiken oder langfristige Verpflichtungen einzugehen. Das schlägt sich auch in den Bilanzzahlen der Sparkasse Olpe nieder: Die Bilanzsumme wuchs in 2006 erneut um etwa 16 Millionen auf 672 Millionen Euro. Hauptursache: eine höhere Kreditnachfrage sowohl bei Privat- als auch Geschäftskunden sowie Einlagenzuwächse.

Aufgrund des intensiven Wettbewerbs im Kreditgewerbe sei es jedoch auch zu einer deutlichen Verringerung der Margen gekommen. Den "Lockvogelangeboten der Direktbanken" habe man neue, hochverzinsliche Produkte entgegen zu setzen. Kohlmeier: "Nicht die Höhe des Zinses allein ist entscheidend. Außerdem muss man häufig das Kleingedruckte lesen, die Angebote sind hier fast genauso unübersichtlich, wie auf dem Handy-Markt. Wie bieten individuellen Rat vor Ort, setzen auf Individualität und Treue. Das sind unsere Stärken."

Mit der Verbesserung der konjunkturellen Rahmenbedingungen hat sich auch die Umsatz- und Ertragslage vieler heimischer Firmen wesentlich verbessert. Die Investitionsbereitschaft steigt nach Jahren der Zurückhaltung wieder. "Die Stimmung bei den Firmenkunden war schon lange nicht mehr so positiv wie zur Zeit", ist der Leiter des Firmenkundengeschäfts, Egbert Schrage, überzeugt.

Das Kreditvolumen sei im Vorjahr um 2 Millionen auf 465 Millionen gestiegen. Einen weiteren Schub erwarten die Banker für das laufende Jahr.

Und auch in den Immobilienmarkt ist wieder Bewegung gekommen, wobei der Trend allerdings eindeutig in Richtung Gebrauchsimmobilie gehe. Trotz des schwierigen Umfeldes in diesem Geschäftsfeld habe man abermals die Marktführerschaft behaupten können.

Ebenfalls erfreulich die Entwicklung auf dem Wertpapiermarkt, wo 2006 jedoch, so Peter Schauerte (Leiter Vorstandssekretariat/Personal), das Motto "Renten pfui, Aktien hui" gegolten habe. Während Rentenpapiere nur magere Renditen unter der 1 Prozent-Marke abgeworfen hätten, seien die Besitzer von Aktien und Aktienfonds für ihre Risikobereitschaft fürstlich belohnt worden. Der DAX legte im Jahresverlauf über 20 Prozent zu. Sowohl auf dem Deutschen Markt als auch bei den Schwellenländern, so die Einschätzung des Experten, sei für 2007 durchaus noch was drin.

Und auch die Nachfrage nach klassischen Versicherungsprodukten ist wieder am Steigen. Marketingleiterin Monika Schulte-Brinker: "Vor allem Produkte zur Altersvorsorge und zur Absicherung wie private Rentenversicherungen oder Berufsunfähigkeitsversicherungen waren gefragt."

Auch für das Jahr 2007 wird die Geschäftspolitik der Sparkasse Olpe-Drolshagen-Wenden vor allem von Konstanz geprägt sein. Einschnitte in die Bereiche Personal und Geschäftsstellennetz seien nicht geplant.

Dieter Kohlmeier: "Auch wir mussten in den vergangenen Jahren personell etwas abspecken, haben das aber ausschließlich über die natürliche Fluktuation geregelt. So konnten wir pro Jahr etwa ein bis zwei Stellen einsparen. Dabei kam uns sicherlich entgegen, das viele ältere Kollegen von der Altersteilzeit Gebrauch machen."

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