Zum Erhalt der Landschaft

Kreistag beschließt Landschaftsplan „Rothaarvorhöhen zwischen Olpe und Altenhundem“

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Ausblick von der Hohen Bracht.

Kreis Olpe. Der Kreistag hat die Aufstellung eines weiteren Landschaftsplans unter der Bezeichnung LP5 „Rothaarvorhöhen zwischen Olpe und Altenhundem“ beschlossen. Das Plangebiet umfasst eine Fläche von circa 122 km² und erstreckt sich auf die südöstliche Hälfte des Gebietes der Stadt Olpe, die nordwestlich der B 517 gelegenen Teile der Gemeinde Kirchhundem sowie die südwestlich der Ruhr-Sieg-Eisenbahnstrecke gelegenen Teile der Stadt Lennestadt.

Im Landschaftsplan, so die Kreisverwaltung in ihrer Mitteilung, werden die „örtlichen Erfordernisse und Aufgaben zur Erhaltung der Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts, der biologischen Vielfalt, der Vielfalt, Eigenart und Schönheit des Landschaftsbildes sowie des Erholungswertes der Landschaft beschrieben und nach Abschluss des Planverfahrens als Satzung festgelegt.“ Bebaute Ortsteile und der Geltungsbereich von Bebauungsplänen gehören nicht zum Geltungsbereich des neuen Landschaftsplans.

Nach dem „bewährten Selbstverständnis“ der Landschaftsplanung im Kreis Olpe, soll der Landschaftsplan im offenen Dialog mit den Bürgern, insbesondere mit den jeweiligen Landnutzern entwickelt und weitgehend auf der Grundlage freiwilliger Vereinbarungen umgesetzt werden.

Das mit der Planung beauftragte Ingenieurbüro hat erste Grundlagen erarbeitet. In zwei öffentlichen Veranstaltungen (25. Februar im Ratssaal der Stadt Lennestadt, Thomas-Morus-Platz 1, Altehundem; 11. März in der Kreisverwaltung Olpe, Westfälische Straße 75, Sitzungszimmer I) können sich Bürger über die Grundzüge der Planung informieren. Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 19 Uhr.

In dieser frühzeitigen Bürgerbeteiligung besteht für jedermann die Gelegenheit, sich über mögliche Betroffenheit zu informieren und eigene Ideen, Bedenken und Anregungen einzubringen. Ab dem Zeitpunkt dieser Bürgerbeteiligung sind für geplante Naturschutzgebiete, Naturdenkmäler und geschützte Landschaftsbestandteile bis zum Inkrafttreten des Landschaftsplans alle Handlungen und Maßnahmen verboten, die das geplante Schutzgebiet nachteilig verändern.

Die Möglichkeit der Bürgerbeteiligung ist damit nicht erschöpft, sondern bildet nur den Auftakt für weitere Konsensgespräche.

In der für die zweite Jahreshälfte ins Auge gefassten öffentlichen Auslegung des eigentlichen Planentwurfs können dann – insofern Bedarf besteht – offizielle Einwendungen gegen bestimmte Regelungsinhalte vorgebracht werden.

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