Kriminalitätsrate sinkt

Georg Melcher, Diethard Jungermann, Landrat Frank Beckehoff und Jürgen Sterk (v.l.) zeigten sich erfreut über die sinkende Kriminalitätsrate. Foto: Nicole Bechheim

Im Kreis Olpe leben wir entgegen allen Gerüchten relativ sicher. Dies bestätigte die Kreispolizeibehörde Olpe im jährlichen Auswertungsbericht über die Kriminalitätsrate des vergangenen Jahres.

Landrat Frank Beckehoff begrüßte alle Anwesenden und zeigte sich erfreut über den Rückgang der Straftaten in Nordrhein Westfalen: "Mein Dankt gilt allen Mitarbeitern, die zu diesem Erfolg durch gute, zuverlässige Arbeit beigetragen haben", so Beckehoff. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 6.838 Straftaten im Kreis Olpe registriert, der damit unter dem Schnitt der Gesamtkriminalitätsrate des Landes Nordrhein-Westfalen liegt.

Mit einem Rückgang der Straftaten um 5 Prozent, lebt man im Kreis Olpe somit in einer der sichersten Regionen im Lande. Aber auch mit der Aufklärungsquote, die mit knapp 63 Prozent überraschend hoch ist, hat die Kreispolizeibehörde einen neuen positiven Maßstab gesetzt. Da es jedoch nicht nur positive Meldungen gab, kamen auch die kritischen Bereiche im Kreis Olpe zur Sprache. Kriminalhauptkommisar Georg Melcher teilte mit, dass sich die Aufmerksamkeit der KPD auch in Zukunft besonders den sogenannten "Angsträumen" widmen wird.

Vier "Angsträume" im Kreis Olpe

Momentan werden vier Bezirke als "Angsträume" benannt, unter anderem der Olper Bahnhof und die Attendorner Innenstadt. Auf die Frage ob ein Umbau des Olper Bahnhofs,die Kriminalitätsrate in diesem Bereich senken würde, antwortete Polizeidirektor Diethard Jungermann: "Ein hellerer, offener Bahnhof würde zu einem sichereren Gefühl beitragen, ob dies die Kriminalitätsrate senken wird, ist jedoch fraglich."

Die Anzahl der Sexualdelikte stieg im Jahre 2008 um ganze 35 Prozent, wobei die Verbreitung von Pornographie im Internet einen großen Teil einnimmt. Auch die Anzahl der Jugendstraftäter, die 30,5 Prozent der Straftaten einnahmen, stieg im Vergleich zum vergangenen Jahr leicht an. Mit 3962 Tatverdächtigen im Alter zwischen 8 und 21 Jahren liegt der Kreis Olpe jedoch unter dem Landesdurchschnitt.

Die Gemeinden Wenden, Kirchhundem und Drolshagen überzeugen im Kreis durch die wenigsten Straftaten mit einer Gesamtkriminalität von rund 3050 Fällen. Die Vertreter der Polizei und Landrat Beckehoff meinen: "Wir leben hier im Kreis Olpe an einem der sichersten Orte in NRW."

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