Krisennotfallpläne liegen Schulen im Kreis jetzt vor

\"Hinsehen und Handeln Motto\" — Sicherheitskonzepte in Arbeit

Kreisgebiet. (SK)

Die 117 Seiten starken Notfallordner des NRW-Schulministeriums liegen jetzt auch in den Schulen des Kreises Olpe vor. Unter dem Stichwort \"Hinsehen und Handeln\" geben die Notfallpläne Handlungsvorschläge, beispielsweise für Gewaltvorfälle oder Amokdrohungen (der SAUERLANDKURIER berichtete), aber auch für \"alltägliche\" Krisensituationen wie Mobbing von Schülern. Ziel dieses Plans zum Krisen-Management ist es, dass Schulen die Handlungssicherheit in außergewöhnlichen Situationen behalten, um Schüler nicht zusätzlich zu gefährden oder zu verunsichern. Außerdem geht es darum, Traumata vorzubeugen. Die Initiative des Ministeriums unterstützt damit die bereits seit Jahren laufenden Bemühungen eines landesweiten Notfallnetzwerkes, das sich mit der Vorbereitung auf Krisensituationen an Schulen beschäftigt. Mitglied für den Kreis Olpe ist die Schulpsychologin Monika Huesmann von der Regionalen Schulberatungsstelle.

Schon seit zwei Jahren gibt es zudem unter der Leitung von Schulrat Michael Olberts einen kreisweiten Arbeitskreis der Hauptschulen, der landesweit mit als erster erkannt hat, wie notwendig es ist, auf schwierige Situationen in Schulen mit Notfallplänen vorbereitet zu sein. Bei den regelmäßigen Treffen werden Informationen ausgetauscht und ein kreisinternes Netzwerk gebildet, an dem möglichst viele Personen beteiligt sind, die in Krisensituationen Hilfe leisten und zusammenarbeiten müssen. Auch der Lehrerarbeitskreis \"Kreis Olpe gegen Gewalt\" beschäftigt sich mit dieser Thematik.

Die Erkenntnisse und Erfahrungen dieser Arbeit werden allen Schulformen zur Verfügung gestellt. \"Wir wollen vorbereitet sein, wenn das Unvorstellbare passiert, damit Schulen auch größere Unfälle oder Krisen besser bewältigen können\", erklärt Monika Huesmann das Ziel der gemeinsamen Arbeit. \"Wir hoffen jedoch auch, dass unsere Vorbereitungen niemals wirklich gebraucht werden.\"

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