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„Malen heißt realisieren“

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Sparkassenvorstand Wilhelm Rücker gratulierte Künstlerin Christa Fitzler zu ihrer gelungenen Ausstellungseröffnung.  Foto: Sabrina Jung
Sparkassenvorstand Wilhelm Rücker gratulierte Künstlerin Christa Fitzler zu ihrer gelungenen Ausstellungseröffnung. Foto: Sabrina Jung

In der heutigen Zeit ist die Erkenntnis der beschreibbaren Wirklichkeit ein großes Problem der Menschheit. Diesem Problem stellte sich die 64- jährige Kölner Künstlerin Christa Fitzler mit ihrer Kunstreihe „Keine Grauzone“.

Seit vergangenem Montag stellt die gebürtig aus Olpe stammende Christa Fitzler ihre Werke in der S-Galerie der Sparkasse Olpe aus. Doch was zeichnet diese Künstlerin aus? „Malerei bietet einen riesigen Freiraum. Ich kann meditativ oder kraftvoll und auch experimentell arbeiten, ich kann mich mit Farben austoben. Ich wähle Materialien und Formate, wie ich es brauche. Dieser Freiraum ist entscheidend“, so Christa Fitzler. Ihre Werke entstehen aus dem Augenblick heraus und wirken insbesondere durch das Kräftespiel der Farben.

In ihren Werken sind die Grenzen zwischen Materiellem und Immateriellem enthalten und sichtbar fließend. Dabei bringt sie sowohl Landschaften als auch naturalistische und abstrakte Kompositionen anhand von Acryl- oder Ölmalerei auf die Leinwand.

Als festgelegtes Bildmotiv sind diese jedoch nicht zu verstehen, vielmehr als Farblandschaften, welche zur Ruhe verleiten. Des Öfteren orientiert sie sich dabei an Emil Schumachers Ideengut, welcher einst sagte: „Ich weiß selten, was ich malen will, aber darauf kommt es nicht an; ob und wie ich es zu Ende bringe, was ich beginne, das ist entscheidend. (…) Bewusst vermeide ich, mich durch eine feste Vorstellung zu hemmen.“

Die Kunsthistorikerin Ulrike Monreal aus Freudenberg beschrieb die Arbeit Fitzlers mit den Worten: „Die Intelligenz unseres Sehens versucht immer, Strukturen zu erkennen, Gestalten auszumachen, das Chaos zu durchdringen und zu ordnen. Darin liegt der Wunsch, sich ein Bild vertraut zu machen, ein Wiedererkennen zu erleben, denn das wirkt beruhigend.“

Die Eröffnung der inzwischen 48. Kunstausstellung wurde musikalisch von den Diplom-Musikern Gudrun Schumacher und Guido Simon begleitet. Bis zum 21. Februar sind interessierte Besucher zum Staunen und Entdecken eingeladen.

Mit diesem Angebot will die Sparkasse die kulturelle Vielfalt bereichern. Unter dem Motto „Gut für die Region“ förderte sie mit rund 35.000 Euro die Bereiche Kunst und Kultur. (Von Sabrina Jung)

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