"Malen für mich Medizin"

Hildegard Cordes (rechts) und Birgit Halbe hängten das Kunstwerk 'Lebenskreise' im Jugendhospiz auf.

Das neue Jugendhospiz Balthasar in Olpe kann sich über ein ganz besonderes Geschenk freuen: die Olper Künstlerin Hildegard Cordes überreichte ihr Werk "Lebenskreise" an Birgit Halbe und Rüdiger Barth vom Kinder- und Jugendhospiz Balthasar.

Das Bild entstand im vergangenen Jahr und war in der Ausstellung "Lebenswege" zu sehen, die das Kinderhospiz Balthasar zu seinem zehnjährigen Bestehen mit betroffenen Familien und Mitgliedern des Künstlerbundes gestaltet hat.

Hildegard Cordes widmet sich bereits seit mehr als drei Jahrzehnten der Malerei, seit 1989 ist sie Mitglied im Künstlerbund Südsauerland. Die charakteristischen Eigenschaften ihrer Arbeiten sind der Facettenreichtum und die meist kräftigen Farben. "Meine Experimentierfreude eröffnet mir ein breites Schaffensspektrum. Das bin ich", sagt Cordes zu ihren Bildern. "Malen ist für mich wie Medizin. In meinem Atelier kann ich voll und ganz zur Ruhe kommen." Über diese Medizin können sich nun die Gäste des Jugendhospizes freuen. Das Kunstwerk wird im Wohnzimmer der Begleitpersonen hängen, wo es nicht nur farblich sehr gut hinpasst. "Die Formen in dem Bild erinnern an eine Spirale, ein ganz wichtiges Symbol für das Leben und auch das Trauern im Jugendhospiz", sagt Birgit Halbe, Pädagogische Leiterin in Balthasar.

Noch ein zweites Geschenk machte Hildegard Cordes, indem sie Eltern und Kinder einlud, ihr Atelier zu besichtigen und ihr bei der Arbeit über die Schulter zu schauen. Für viele Betroffene ist Kreativität eine wichtige Ausdrucksmöglichkeit ihrer Gefühle und ihrer Trauer. Im Jugendhospiz ist daher eigens ein Werkraum geschaffen worden.

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