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„Mehr als ein Hobby“

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Bei Einsätzen sind die Frauen aktiv mit dabei.  Foto: Archiv
Bei Einsätzen sind die Frauen aktiv mit dabei. Foto: Archiv

Von den mehr als 120 aktiven Mitgliedern bei der Olper Feuerwehr sind gerade einmal 5 weiblich. Doch dieses Quintett erzählt, dass man sich nach kurzer Zeit an diesen Umstand gewöhnt habe.

Über mehr weibliche Gesellschaft würden sie sich aber dennoch freuen und hoffen, dass noch viel mehr Frauen zur Feuerwehr finden werden.

Fortsetzung vom Titel

Immerhin sind zurzeit 6 weitere Mädels in der Jugendfeuerwehr aktiv. Alle betonen, dass sie ihren Weg bei der Feuerwehr in jedem Fall weiter fortsetzen möchten.

Zu den Aufgaben der Feuerwehrfrauen im Einsatz gehören u.a. die Absperrung von Straßen, Sicherung der Wasserversorgung und die Unterstützung des Löschtrupps.

Bis zur so genannten „Rauchgrenze“ dürfen sie alle anfallenden Aufgaben übernehmen. Um beispielsweise eine Fahrzeugbesatzung führen zu dürfen, müssen die aktiven Mitglieder bestimmte Qualifikationen vorweisen, die im Laufe der Zeit bei der Feuerwehr erworben werden können.

„Erfüllend und umfangreich“

Claudia Greitemann, als erfahrenste Dame bei der Feuerwehr, trat 2003 als erste Feuerwehrfrau in Olpe bei. „Dieser Schritt war die beste Entscheidung meines Lebens“, so Claudia Greitemann, die die Position der Truppführerin inne hat. „Die Arbeit ist sehr erfüllend und umfangreich. Bei der Aus- und Fortbildung wird man nicht allein gelassen und die Schulungen sind wirklich sehr gut.“ Sie richtet sich mit einem Appell an alle Frauen: „Wir brauchen Verstärkung. Habt keine Angst. Es ist nicht nur Arbeit, sondern auch viel Vergnügen.“

Die Grundausbildung, die jeder bei der Feuerwehr absolvieren muss, dauert zwei Jahre und gliedert sich in insgesamt sechs Module. Dazu gehören beispielsweise Erste Hilfe, Rechtsgrundlagen, Löscheinsätze sowie technische Hilfeleistungen.

Mit der Vollendung des 18. Lebensjahres, dürfen die Feuerwehrleute dann mit zu den Einsätzen.

„Verständnis einer Frau gefordert“

Karina Bröcher schwärmt von ihrer Aufgabe: „Es ist vielmehr als ein Hobby. Wir haben hier eine extreme Gemeinschaft und ich freue mich immer, hierher zu kommen. Auch wenn die Arbeit viel Zeit in Anspruch nimmt, ich mache es sehr gerne, habe viel Spaß dabei und ich kann es nur jedem weiter empfehlen.“

Der Olper Stadtbrandinspektor Christian Hengstebeck betont die Bedeutung von Frauen in der Freiwilligen Feuerwehr: „Der Bedarf an Frauen bei der Feuerwehr ist gegeben. Wenn beispielsweise bei einem Einsatz Personen betreut werden müssen, gehen Frauen etwas anders auf die Leute zu. Gerade betroffene Frauen und Kinder sind über weibliche Betreuerinnen vielleicht sehr glücklich. Das Verständnis einer Frau ist oftmals gefordert.“ (Von Stefanie Hof)

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