Weniger Papier, mehr Tempo

Stadt Olpe bietet neuen Online-Bauantrag

Online Bauantrang Stadt Olpe Transparanz schnelle Bearbeitung
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Der neue digitale Bauantrag der Stadt Olpe ist vorgestellt worden und soll nicht nur für den Antragsteller eine Erleichterung sein, sondern auch Transparenz schaffen.

Das Rathaus der Stadt Olpe wird immer digitaler. Ein neues Angebot bei den bereits digital verfügbaren Serviceleistungen ist der neue Online-Bauantrag, der mehr Transparenz bringen soll, die Bearbeitungszeit verkürzt und papierlos ist.

Olpe - Die Digitalisierung schreitet immer weiter voran, so auch in Architektenbüros. Baupläne werden nicht mehr per Hand gezeichnet, sondern digital am Computer erstellt. Bislang jedoch mussten diese Pläne für eine Bauantragstellung ausgedruckt und zum Rathaus gebracht werden. Dort wiederum wurden die eingereichten Pläne von einem Mitarbeiter erneut eingescannt, damit die Datei digital bearbeitet werden konnte. Ein unsinniger und komplizierter Weg, der für viele Beteiligte undurchsichtig ist.

Der neue Online-Bauantrag der Stadt Olpe vereinfacht diesen Weg und macht Papier überflüssig. Ab sofort können private Bauherren und Architekten ihre Bauanträge online im Servicebüro stellen. Dies soll nicht nur die Bearbeitung beschleunigen, sondern auch mehr Transparenz und eine bessere Kommunikation sorgen. „Es ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zum digitalen Rathaus“, erklärt Georg Schnüttgen, Hauptamtsleiter der Stadt Olpe.

Mit dem Online-Bauantrag wird das digitale Angebot der Stadt weiter ausgebaut. „Die Umsetzung ist ein Mammut-Projekt gewesen“, so Schnüttgen weiter, der einen großen Vorteil darin sieht, dass nicht mehr die Akten Seite für Seite eingescannt werden müssen und Papier und Arbeitskraft gespart sowie der Bearbeitungsweg beschleunigt werden.

Alle Verwaltungsdienste sollen bis 1. Januar 2021 digital verfügbar sein

Insgesamt „575 Verwaltungsleistungen müssen bis zum 1. Januar 2021 laut EGovG NRW digital zugänglich sein“, erklärt Britta Hille, Projektleiterin der Südwestfalen IT (SIT). Die Stadt Olpe sei ein Vorreiter in Bezug auf die Digitalisierung des Rathauses und sei deswegen als Projektkommune für den Online-Bauantrag ausgewählt worden.

Um die Möglichkeit des neuen, digitalen Bauantrags nutzen zu können müssen sich Bauherren und Architekten im Serviceportal registrieren. Sie können die Formulare Schritt für Schritt ausfüllen und abschließend alle für den Bauantrag nötigen Dokumente wie Grundrisse, Bauplan und so weiter hochladen. Beim Ausfüllen helfen gelbe Info-Button mit Erklärungen und Hilfestellungen.

„Die Antragsteller erhalten nach Eingang des Bauantrags ein Bestätigungsschreiben“, führt Bettina Hille fort. In diesem Schreiben ist ein Benutzername sowie ein Passwort enthalten, mit denen die Antragsteller jeder Zeit den Status des Antrags überprüfen und nachverfolgen können. Zudem ist ebenfalls die Vorgangsinformation mit Kontaktdaten, der Verfahrensstand, die hochgeladenen Unterlagen und Stellungnahmen der beteiligten Behörden mit den jeweiligen Fristen und Kontakten einsehbar. Zudem ist es möglich noch fehlende Dokumente jederzeit hochzuladen und an das Bauamt weiterzuleiten.

Nach der Genehmigung des Bauantrages erhalten die Antragsteller eine E-Mail und können alle nötigen Dokumente als PDF-Dateien herunterladen. Alles papierlos und umweltfreundlich. „Die Vorteile für den privaten Bauherren sind die Beschleunigung des Verfahrens, alle Beteiligte haben denselben Informationsstand und es ist jederzeit möglich Einsicht in die Unterlagen zu haben. Dazu ist der digitale Bauantrag transparenter als der herkömmliche Weg“, führt Bettina Hille fort.

Auch für die Verwaltung sei die erweiterte Serviceleistung ein Vorteil. Diese verringere den Verwaltungsaufwand und reduziere zugleich die Papierakten. Es sei eine „Effizienzsteigerung und Kostenminimierung“.

Testphase erfolgreich abgeschlossen

In einer bereits abgeschlossenen Testphase konnten Architekten den neuen Online-Bauantrag der Stadt Olpe bereits prüfen. „Das Papier war bei uns der größte Aufwand. Der neue Bauantrag sorgt für eine Einsparung an Personalkosten“, berichtet Stephan Göckler von seinen Erfahrungen. „Das könnte eine große Arbeitserleichterung bringen.“

Sein Kollege Christoph Stinn: „Die Stadt bietet innovative Dienstleistungen mit Bürgerplott, die meine Arbeit erleichtert.“ Auch Architekt Guido Becker schließt sich an: „Es ist eine spannende Geschichte. Ich muss mich jedoch noch besser mit den Abläufen vertraut machen. Dennoch ist es eine zeitliche Einsparung und die Transparenz ist wichtig, da viele Bauherren oft ungeduldig sind. Alle können mit einem Klick sehen, wie der Bearbeitungsstand ist. Grundsätzlich finde ich es toll und es ist ein guter Schritt nach vorne.“

Steffen Sieler vom Bauordnungs- und Planungsamt versichert, dass es „keine Einschränkung bei Datei-Formaten zum Hochladen“ gibt. Es sei egal, ob es „JPG, PDF oder TIF“-Dateien seien. Zudem sei es auch weiterhin möglich, den Bauantrag auf dem normalen Weg zu stellen, für alle, die doch lieber Papier in den Händen haben.

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