Nah am Nadelöhr

Mehrzweckstreifen für Fahrradverkehr sorgen für Irritationen

Hinter dem Olper Feuerwehrhaus geht’s los: Beidseitig sind Mehrzweckstreifen für den Fahrradverkehr markiert worden.
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Hinter dem Olper Feuerwehrhaus geht’s los: Beidseitig sind Mehrzweckstreifen für den Fahrradverkehr markiert worden.

Olpe/Lütringhausen - Nachdem jetzt die Fahrbahnmarkierungen auf der K10 – Olper Hütte/Im Dohm/Siegener Straße – in Olpe aufgetragen sind, ist der Ausbau der Straße abgeschlossen. Doch die neuen Markierungen sorgen für Irritationen.

Es hat beinahe etwas von einem Nadelöhr: Durch die neuen Fahrradstreifen und Parkboxen auf beiden Seiten der K10 in Olpe und Lütringhausen wird die Fahrbahnbreite deutlich verringert. Im Begegnungsverkehr wird’s eng – und bisweilen gefährlich. Aber: „Der Mehrzweckstreifen für den Fahrradverkehr ist kein reiner Fahrradweg. Autos dürfen den Streifen überfahren, wenn sie dabei keine Fahrräder behindern“, räumt Thomas Feldmann vom Olper Ordnungsamt mit einem verbreiteten Irrtum auf. 

Beim Parken wird's teuer

Fahren Radfahrer auf dem Streifen, muss – wie überall – nach der neuen Straßenverkehrsordnung innerorts ein Seitenabstand von mindestens 1,50 Metern eingehalten werden – außerorts sind es zwei Meter. „Wir finden, das ist machbar. Es wird immer wieder Lücken geben, in denen Radfahrer gefahrlos überholt werden können“, sagt Feldmann. 

Nicht erlaubt ist das Parken und Halten auf den Mehrzweckstreifen. Wer das dennoch macht, muss mit einem Bußgeld bis 110 Euro rechnen. „Wird der Radverkehr dadurch gefährdet ist auch ein Punkt in Flensburg fällig“, wie Feldmann weiter erklärt, „es ist also nicht ratsam, dort zu parken.“ 

Einen Mittelstreifen wird es auf der Strecke im Übrigen nicht geben. Auch aus Sicherheitsgründen, wie Thomas Feldmann erläutert: „Ein Mittelstreifen ist innerorts nicht notwendig. Der könnte Autofahrer unter Umständen dazu verleiten, mehr Gas zu geben, weil sie sich auf einer gut ausgebauten Straße befinden.“

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