Acht Millionen Euro für die Zukunft

Minister Karl-Josef Laumann eröffnet Olper Bäckerfachschule nach Umbau

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Zur offiziellen Eröffnung der „Ersten Deutschen Bäckerfachschule“ nach Umbau und Modernisierung kamen zahlreiche Gäste in die Kreisstadt - auch NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (2.v.r.) war vor Ort.

Olpe – „Es ist ein schöner Tag für das westfälische und deutsche Bäckerhandwerk. Es drückt unendlich viele Zukunftsvisionen für unser Bäckerhandwerk aus“, mit diesen Worten begann Landesinnungsmeister Heribert Kamm am Donnerstag die Eröffnungsfeier in der „Ersten Deutschen Bäckerfachschule“ in Olpe.

Nach einer neunjährigen Vorbereitungs-, Planungs- und Umbauzeit konnte die „Erste Deutsche Bäckerfachschule“ in der Kreisstadt offiziell wiedereröffnet werden. Zu den zahlreichen Gästen aus dem Bäckerhandwerk, der Politik und Verwaltung gehörte auch NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann. „Wir haben hier eine sehr moderne Berufsbildungsstätte geschaffen“, freute sich Heribert Kamm und bedankte sich vor allem bei den zahlreichen Unterstützern aus den verschiedenen Bereichen. 

Die Schule ist die zentrale Einrichtung des Bäckerinnungsverbandes Westfalen-Lippe zur überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung, für Meisterkurse und Fachseminare. Um für die Zukunft weiterhin gerüstet zu sein, sollte die Bäckerfachschule als „Innovations- und Nachhaltigkeitszentrum Bäckerhandwerk 2025+“ weiter entwickelt werden. 

Die Investitionen in Höhe von rund acht Millionen Euro seien dabei laut Kamm auch Investitionen in die Zukunft des Bäckerhandwerks. „Wir haben ein großes Versprechen abgegeben: Wir haben eine 25-jährige Zweckbindung für das Handwerk ausgesprochen“, so Kamm weiter. Bisher seien die Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen zu 85 Prozent fertiggestellt – die restlichen Maßnahmen sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Das Land hat die Baumaßnahmen mit rund 1,6 Millionen Euro unterstützt. 

Moderne Rahmenbedingungen 

Bevor Minister Karl-Josef Laumann die Schule im Anschluss offiziell eröffnete, ging er in seinem Grußwort auf die Bedeutung der beruflichen Bildung in Nordrhein-Westfalen ein. Dabei spielte besonders das Wort „Gleichwertigkeit“ eine wichtige Rolle. „Wie bringen wir jungen Leuten bei, dass es neben dem Studium auch noch duale Berufe gibt?“, so der NRW-Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales. Er empfiehlt, dass sich zukünftig alle Schulformen mit handwerklichen und dualen Ausbildungsberufen beschäftigen müssen. Und auch das neue Ticket für Auszubildende sei ein wichtiger Schritt in diese Richtung. 

„Wer soll das Handwerk weiterentwickeln, wenn nicht das Handwerk selbst?“ Dabei müssen jedoch die Anforderungen der Zeit gerecht werden. Er freute sich daher sehr, dass die Bäckerfachschule mit den Umbaumaßnahmen die wichtigen modernen Rahmenbedingungen geschaffen habe. „Es gibt gute Chancen als Handwerker in der Arbeitswelt.“ 

Der 62-Jährige selbst war 15 Jahre als Maschinenschlosser tätig. Er weiß: „Dabei geht es nicht nur um Motorik. Fingerfertigkeit und Arbeitskraft, man muss auch etwas im Kopf haben. Wissen und Handwerk müssen zusammen kommen.“ Weiter sagt er: „Das Handwerk ist eine unverzichtbare Größe in NRW.“ Abschließend gab der Arbeitsminister noch ein Versprechen: „Die Landesregierung ist ein Freund des Handwerks – das werden wir nicht nur einfach so sagen, sondern auch zeigen.“

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