Ministerium eingeschaltet

So oder ähnlich könnte eine Alternative an der Bleichewiese aussehen, wie sie sich die Opposition vorstellt.

Die Opposition im Olper Rat fühlt sich bei der Planung des Caritas-Neubaus an der Bleichewiese vollkommen übergangen. Am Donnerstag luden Fritz Klocke (Die Grünen), Heinz Müller und Volker Reichel (SPD), Udo Baubkus und Uwe Schmidt (UCW) sowie Franz-Josef Göddecke vom Naturschutzbund (NABU) in das Büro der Olper Grünen ein, um einen Beschwerdebrief an das zuständige Ministerium in Düsseldorf anzukündigen.

Im Fokus der Kritik steht der von einer Betonplatte überbaute Olpebach an der alten Feuerwache, der nach dem Wasserrecht wieder zwingend freizulegen ist, wenn eben möglich. Die Wache wird abgerissen, aber die Betonplatte soll bleiben und somit als Argument für den Bestandsschutz dienen. Anschließend will die Caritas den Bach erneut überbauen, um zahlreiche neue Altenwohnplätze zu schaffen.

Da läge bereits der Hase im Pfeffer, so die Opponenten. Es entstünde nämlich in derHauptsache ein Verwaltungsgebäude, da die Caritas mehrere zur Zeit noch verteilte Büros dort zusammenfassen möchte. Das alles will die Opposition auch gar nicht blockieren, lediglich die Ausführung stößt ihr sauer auf.

Ihrer Meinung nach könne man durch eine neu angelegte Schleife des Olpebaches und eine dem Verlauf folgende Änderung des Grundrisses ein neues Gebäude errichten, das nicht nur gefälliger in seiner Erscheinung geräte, sondern die Freilegung des Baches zur Folge hätte.

Pikant dabei eine schriftliche Bestätigung der Arnsberger Bezirksregierung, dass diese Lösung tatsächlich die einzige sei, die "...eine nachhaltige und dauerhafte ökologische Verbesserung, der Verbesserung der Erlebniswirkung (...) und der städtebaulichen Ausrichtung diene..."

Von Seiten der Mehrheitsfraktion im Rat habe es jedoch nicht einmal einen Ansatz zur Entwicklung möglicher Alternativen zum bisher angedachten Bauvorhaben gegeben. Es werde viel eher der Eindruck erzeugt, dass keine andere Möglichkeit zur Verfügung stehe, so die Opposition. Ebenso begründet die Geschäftsführung der Caritas ihre Entscheidung für den Ankauf des Geländes mit der zwingenden Erhaltung der Betonplatte für einen Neubau, der sich nur auf diese Weise wirtschaftlich tragen ließe.

Zu den eventuell erweiterten Baukosten für die Caritas äußerte sich die Ratsopposition nicht, was jedoch die erhöhten Kosten einer Renaturierung angeht, wies sie auf öffentliche Töpfe hin, die finanzielle Unterstützung leisten.

Mit einer Basta-Mentalität wollen sich SPD, UCW und Grüne jedenfalls nicht abfinden, weshalb nun über den Umweg der Bezirksregierung eine Anfrage an NRW-Minister Eckhard Uhlenberg gerichtet wurde.

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