Besonderes „Muggel“-Flair

46. Muggelkirmes als Fest für Olper Generationen

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Die vielen Stände boten Spaß und Abwechslung.

Olpe – Muggelkirmes: Ein waschechter Olper Begriff, der erfunden wurde, bevor der „Muggel“ durch Harry Potter bekannt wurde. Ein Begriff, der die Olper Generationen verbindet. Und ein Begriff, der zeigt, dass Kinder anderen Kindern helfen wollen. Zum 46. Mal fand an diesem Wochenende das bunte Treiben um den Olper Marktplatz herum statt.

Tore schießen, in luftiger Höhe an Seilen entlanghangeln, an Naturdüften riechen: Erneut haben sich Groß und Klein über 50 Spiele ausgedacht und damit am Sonntag hunderte Familien zum Olper Marktplatz gelockt. Für einen „Muggel“ durften sich die Kleinsten an Ringewerfen, Wasserspielen und Co. austoben. „Muggel“ ist die Währung der Kirmes, die an den „Muggelbanken“ gegen Euros eingetauscht werden. 

Alles für den guten Zweck: Seit 1974 werden die Einnahmen der Muggelkirmes für kirchliche Entwicklungsprojekte – etwa in Zentralafrika, Südindien und Brasilien – gesammelt. „Das Besondere an der Muggelkirmes ist, dass es sie nur hier gibt. Kinder helfen Kindern und wissen das auch. Sie machen das gern. Für uns ist Muggelkirmes auch Kindheitserinnerung – unsere Eltern haben bereits mit uns hier gestanden und an den Ständen die Stellung gehalten“, beschrieben Annette, Jutta und Christiane vom „Eine-Welt-Stand“ lächelnd ihre Bindung zur Muggelkirmes. 

Die jungen Helfer der einzelnen Spielstände konnten dies nur bestätigen: „Wir helfen den Kindern. Und wir lernen hier andere Kinder kennen, treffen Schulkameraden. Das macht Spaß“, so Leonie und Celine, beide 10 Jahre alr, die eine „Jim-Knopf-Lokomotive“ betreuten, an der ihre Altersgenossen die Lok zum dampfen bringen durften. Wie jedes Jahr stellten sich die traditionellen „Zylinderköppe“ mit Schätzfragen auf den Marktplatz. Der eine oder andere Besucher bekam von Giraffen vom „Kinderzirkus Pfiffikus“ den Kopf mit einem Staubwedel „sauber geputzt“. 

Muggelkirmes im Herzen der Kreisstadt

Zusätzlich zu den Ständen versprach ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm auf zwei Bühnen Staunen und Lachen: Die Kindergärten St. Raphael, St. Nikolaus, St. Martinus, St. Cyriakus Rhode und St. Mattäus dachten sich Piraten- und Farbtuchtänze aus. Der Kindermusiker Heiner Rusche fuhr mit den Jüngsten auf der Bühne „Fahrrad“, der Zauberer Sven Larsen zeigte seine überdimensional großen Kartentricks. Und auch eine Show mit Schlangen durfte nicht fehlen. Als musikalisches Highlight trat die wendsche Rockband TIL auf.

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