Teile von Oberveischede evakuiert

Nach Dauerregen: Damm an Deponie drohte zu brechen - 42 Einsatzkräfte fast sieben Stunden vor Ort

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Mit Schlauchleitungen verteilte die Feuerwehr das Wasser in andere Bereiche.

Die Feuerwehr Olpe wurde am Donnerstag zur Zentraldeponie des Kreises Olpe nach Neger gerufen. Das dortige Regenrückhaltebecken war durch den Starkregen der vergangenen Tage randvoll gefüllt. Bei Kontrollen des Dammes durch Mitarbeiter des zuständigen Umweltamtes des Kreises Olpe wurde festgestellt, dass dieser durch die enormen Regenmengen, die auf das Dammbauwerk niedergegangen waren, schon durchweicht war. 

Neger/Oberveischede - Dieser Befund wurde auch durch einen hinzugezogenen Geologen bestätigt. Der Betreiber alarmierte die Feuerwehr.

Der Einsatz wurde in zwei Abschnitte gegliedert. Im ersten Abschnitt wurde das Wasser aus dem Becken gepumpt und über lange Schlauchleitungen in andere Bereiche verteilt. Hier konnten zu Spitzenzeiten fast 10.000 Liter unbelasteten Regenwassers in der Minute abgepumpt werden, um so den Druck auf den Damm zu reduzieren. Zusätzlich verstärkten Mitarbeiter des Kreisbauhofes den Damm mit zusätzlicher Erde.

Nach Unwetter im Kreis Olpe: Teile von Oberveischede evakuiert

Da trotz dieser Maßnahmen nicht ausgeschlossen werden konnte, dass der Damm brechen könnte, entschieden Polizei und Feuerwehr in Abstimmung mit dem Betreiber und dem Geologen, die durch einen möglichen Dammbruch gefährdeten Bereiche in Oberveischede zu räumen. Die Oberveischeder Dorfgemeinschaftshalle wurde als Anlaufstelle für die Menschen genutzt, die vorübergehend ihre Häuser verlassen mussten. Eine nicht gehfähige Person wurde durch den Rettungsdienst vorübergehend in einem Krankenhaus untergebracht.

Im weiteren Verlauf prüfte der Energieversorger, ob es im gefährdeten Bereich besonders zu schützende Infrastruktur gibt. Hier wurden durch die Feuerwehr vorsorglich kleinere Sandsackbarrieren aufgebaut.

Nach circa fünf Stunden war der Wasserstand so weit gefallen, dass ein Dammbruch und die damit einhergehende Gefährdung ausgeschlossen werden konnte. Die Feuerwehr konnte alle getroffenen Maßnahmen zurücknehmen und die Menschen konnten in ihre Häuser zurückkehren.

Nach Unwetter im Kreis Olpe: Einsatz dauert fast sieben Stunden

Kreisdirektor Philipp Scharfenbaum, der ebenfalls vor Ort war, erklärte in einem Gespräch mit Betroffenen: „Der Kreis Olpe als Betreiber der Zentraldeponie wird nun prüfen, ob angesichts zunehmender Starkregenereignisse zusätzliche Speicherkapazitäten für Niederschlagswasser geschaffen werden müssen.“

Neben den 42 Einsatzkräften der Feuerwehr Olpe waren Kräfte von Polizei, Ordnungsamt Olpe, Kreisbauhof und dem Umweltamt des Kreises an der Einsatzstelle. Der Einsatz endete nach fast sieben Stunden.

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