Gerichtliche Verfahren vermeiden

Eigene Rechte erkennen: Neues DRK-Beratungsangebot gegen Diskriminierung

Stellten die neue Servicestelle Diskriminierung vor: Aydan Abali (l.) und Karin Blumentrath.
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Stellten die neue Servicestelle Diskriminierung vor: Aydan Abali (l.) und Karin Blumentrath.

Alter, Behinderung, sexuelle Orientierung, ethnische oder soziale Herkunft: Die Gründe von Diskriminierung sind so vielschichtig wie das Thema selbst. Seit Anfang Februar gibt es ein neues Beratungsangebot für Betroffene im MGH DRK Haus der Begegnung in Olpe.

Kreis Olpe - Von Diskriminierung betroffen zu sein, heißt oft für Ratsuchende zu lernen mit Erfahrungen von Einschränkung von Teilhabe und Verweigerung von Würde umzugehen. „Hilfesuchende wenden sich zumeist an Bekannte aus demselben Kulturkreis. Diese fordern für ihre Beratung Geld und beraten die Betroffenen häufig unzureichend oder sogar falsch“, berichtet Aydan Abali, Leiterin der Integrationsagentur. Die Hilfesuchenden sollen in der Servicestelle Antidiskriminierung individuell beraten und gefördert werden, ihre Rechte zu erkennen und durchzusetzen.

Neben der Arbeit in konkreten Einzelfällen soll Antidiskriminierungsarbeit dabei Impulse für institutionelle und strukturelle Veränderung geben. Diskriminierende Praxen sollen sichtbar gemacht und thematisiert werden, sodass Sensibilisierungs- und Veränderungsprozesse in Unternehmen, Organisationen und Verwaltungen in Gang gesetzt und begleitet werden. „Jeder Mensch, der sich ungerecht behandelt, diskriminiert fühlt, kann das Gespräch mit uns suchen“, offeriert Karin Blumentrath, Beraterin der Servicestelle Antidiskriminierung.

Beratung im geschützten Raum

Sie berät im vertraulich geschützten Raum Ratsuchende, die im Beruf oder Alltag in diskriminierender Weise beleidigt, beschimpft, übergangen oder unfair behandelt wurden. Die Beraterin bietet Begleitung bei der Aufarbeitung der jeweiligen Diskriminierungserfahrungen. Ziel ist es durch Mediation gerichtliche Verfahren zu vermeiden, die oftmals mit erheblichen Kosten verbunden sind. Besondere Schwerpunkte ihrer Beratungstätigkeit stellen Diskriminierungen bezüglich Alter und Behinderung dar.

Karin Blumentrath ist montags bis freitags unter Tel. 02761/2643 oder mobil unter 0170-6740980 zwischen 9 und 17 Uhr erreichbar. Auch per Mail blumentrath@kv-olpe.drk.de können Kontakte und Termine vereinbart werden.

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