"Nichts überstülpen"

Sigrid Mynar im Foyer des Olper Rathauses: Das 'Soester Forum' stellte einige selbst genähte mittelalterliche Kostüme zur Verfügung. Die VHS bietet Nähkurse an, einige Anmeldungen liegen schon vor. Foto: harpo

Am Anfang stand der Auftrag: In das Programm sollen möglichst viele Menschen einbezogen werden. Das Füllen dieses bewusst weit gefassten Rahmens delegierte der Rat der Stadt Olpe dann an eine "Lenkungsgruppe". Und die ist intensiv damit befasst, das Jubiläum "700 Jahre Olpe" zu einem Höhepunkt in der Stadtgeschichte werden zu lassen.

Die vierköpfige Gruppe besteht aus Bürgermeister Horst Müller, dem 1. Beigeordneten Peter Wurm, Michael Ohm (Kulturamt) und Sigrid Mynar (Sekretariat Bürgermeister).

"Wir haben den Auftrag, Themenbereiche wie Musik, Kinder, Jugend, Sport, Geschichte und so weiter mit Leben zu füllen", so Sigrid Mynar, bei der die organisatorischen Fäden zusammenlaufen und die auch für die Website "www.olpe700.de" verantwortlich ist.

2011 soll ein Festjahr "von Olpern für Olper" werden: "Wir wollen nichts überstülpen", sagt Sigrid Mynar. Nur die städtischen Großereignissen sind schon festgezurrt, "da wir natürlich schon früh buchen müssen". Ansonsten gilt der Grundsatz: "Jeder kann mitmachen und sich einbringen. Wir suchen immer noch Ideen und Ideengeber sowie Mitwirkende."

Bisher umfasst der Jahreskalender 16 städtische Veranstaltungen und schon ein Dutzend "Events", die von Vereinen und Organisationen geplant sind: "Weitere sind angekündigt, aber noch nicht terminiert, die Vereine planen aber bereits konkret. Wir freuen uns vor allem auch darüber, dass sich auch Orte aus dem Stadtgebiet mit ins Programm einbringen."

Schon der Auftakt ist ein echter "Kracher": Am Sonntag, 2. Januar 2011, gibt es um 11 Uhr in der Stadthalle eine Matinee mit der Russischen Kammerphilharmonie St. Petersburg, als Solist wurde der weltbekannte Trompeter Sergei Nakariakov gewonnen.

Die Theater-AG des Städtischen Gymnasiums führt ein in Olpe handelndes Theaterstück auf, in dem unter anderem Hexenprozess, Stadtbrand und "Honoratioren" behandelt werden. Geschrieben wurde das Stück 1952 von Ernst Beran. "Möglicherweise wird das Stück unter freiem Himmel aufgeführt", hofft die Oberveischederin Sigrid Mynar. Auch das St.-Franziskus-Gymnasium steht mit der Lenkungsgruppe in Kontakt, was genau geplant ist, steht aber noch nicht fest. Familien mit kleineren Kindern sollten bei ihrer Urlaubsplanung die erste Sommerferienwoche berücksichtigen: Auf dem Gallenberg gibt es ein "mittelalterliches, authentisches Camp". Musik für Jung und Alt, ein Pontifikalamt im Januar, eine Simulation des Stadtbrandes, der erste Stadtschützenball, ein Dankgottesdienst im Dezember, dazu der Westfälische Hansetag, um nur Einiges zu nennen, runden das Programm ab.

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