14 neue Seelsorger

Notfallseelsorge im Kreis Olpe stellt sich neu auf

Insgesamt 14 neue Seelsorger treten ihren Dienst an.

Kreis Olpe. Im März dieses Jahres startete die evangelische Kirche im Kreis Olpe und das katholische Dekanat Südsauerland eine gemeinsame, ökumenische Initiative zur Gewinnung neuer ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Notfallseelsorge.

Bis dahin wurde die Notfallseelsorge von immer weniger hauptamtlichen Pfarrern, Diakonen und Religionspädagogen wahrgenommen, so dass eine ausreichende, flächendeckende Einsatzbereitschaft im Kreis Olpe auf Dauer nicht mehr garantiert und sichergestellt werden konnte.

Im April begann erstmalig in Olpe ein Ausbildungskurs „Notfallseelsorge und Krisenintervention“ unter der Leitung von Pfarrer Peter Rutz, der für die Evangelische Kirche von Westfalen in der Aus- und Fortbildung im Bereich Notfallseelsorge beruflich tätig ist. Nach über sechs Monaten beendeten nun 14 Frauen und Männer aus dem Kreis Olpe diesen Ausbildungskurs. In einem ökumenischen Segnungsgottesdienst in der Heilig Geist Kirche Olpe wurden den Kursteilnehmern die Zertifikate überreicht durch die Superintendenten Klaus Majoress (Ev. Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg), Peter-Thomas Stuberg (Ev. Kirchenkreis Siegen) und Dechant Andreas Neuser (Dekanat Südsauerland). Mit der Übergabe der Zertifikate ist der theoretische Teil der Notfallseelsorge-Ausbildung abgeschlossen. Für ihren nun beginnenden aktiven, praktischen Dienst wurden die „neuen“ ehrenamtlichen Notfallseelsorger persönlich gesegnet. 

Dazu bestärkte Pfarrer und Ausbildungsleiter Peter Rutz im Gottesdienst die neuen Notfallseelsorger mit den Worten: „Ihr werdet in Eurer zukünftigen Tätigkeit die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei unterstützen, indem Ihr Menschen beisteht, die durch Unglücksfälle und plötzlichen Tod nahestehende Menschen verloren haben. Ihr werdet diesen Menschen Zeit, Mitgefühl, Gehör und Unterstützung in der Belastung und in der Trauer schenken. Ihr werdet Möglichkeiten zum Abschiednehmen von Verstorbenen anbieten und Ihr werdet den Kontakt zu weiteren Hilfsangeboten für betroffene Menschen vermitteln. Was Euch dabei anvertraut wird, unterliegt der seelsorglichen Schweigepflicht. Dabei seid Ihr auch immer Teil eines Teams, in dem Ihr Euch gegenseitig unterstützt.“ Allen gemeinsam ist die Motivation, Menschen in extremen Krisen- und Ausnahmesituationen beizustehen. Dies zeigte sich eindrucksvoll im Gottesdienst auch in der Teilnahme von Vertretern und Mitarbeitern der Rettungsdienste, der Feuerwehren und der Polizei aus dem Kreis Olpe.

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