170.000 Euro genehmigt

Ausschuss gibt grünes Licht für Sanierungs-Planungen am SGO

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Bei einer Besichtigung des Städtischen Gymnasiums stellte Bernd Sundermann dem Olper Bauausschuss und dem Schulausschuss die Planungen vor.

Es ist eine Zeit der Veränderung am Städtischen Gymnasium Olpe (SGO). Neben der Erweiterung des Unterrichtsangebots durch die geplante „International School“ gibt es aber auch bauliche Veränderungen. Der Bauausschuss hat am Donnerstag grünes Licht für die Planungen gegeben.

Olpe – Größer könnte der Kontrast nicht sein. Auf der einen Seite ein helles Forum. Licht, das automatisch angeht, sobald man die Gänge betritt. Moderne Ausstattung. Auf der anderen Seite: Ein Chemieraum, in dem sich offenbar seit der Fertigstellung des Gebäudes im Jahr 1978 nicht viel getan hat. Im Winter fällt hier Unterricht aus – weil es zu kalt ist. Und irgendwie ist man versucht, das Periodensystem an der Wand aufzuklappen und nachzuschauen, ob alle aktuell bekannten Elemente aufgeführt sind.

Nein: Dem berechtigt hohen Anspruch des SGO an moderne Schulbildung wird der sogenannte Bauteil 3 an der Imbergstraße kaum gerecht. Dennoch muss er – ebenso wie der drei Jahre jüngere Bauteil 4 – obgleich bis auf die Chemieräume bereits aufgegeben, in naher Zukunft reaktiviert werden. Grund ist die geplante energetische Sanierung der Hülle des Gebäudes an der Schützenstraße. 

Alle Naturwissenschaften unter einem Dach

Am Donnerstagabend hat der Olper Bauausschuss die geschätzten Planungskosten von 100.000 Euro für dieses Vorhaben abgesegnet. Dabei soll auch geprüft werden, ob Photovoltaikelemente in die Fassade eingebaut werden können. Zudem soll analysiert werden, ob sich in den vorhanden Materialien Schadstoffe befinden. In einem zweiten Schritt sollen die Chemieräume in die Schützenstraße umziehen. Die vom Ausschuss dafür beschlossenen Planungskosten hierfür betragen 70.000 Euro.

Bernd Sundermann und Holger Köster verdeutlichten den Zustand der Chemieräume im Bauteil 3.


„Wir wollen in der Schützenstraße alle naturwissenschaftlichen Räume unter einem Dach vereinen“, begründete SGO-Schulleiter Holger Köster die Entscheidung bei einem Rundgang mit dem Olper Bauausschuss und dem Schulausschuss. Und Bernd Sundermann vom Amt für zentrale Gebäudebewirtschaftung ergänzte: „Die Chemieräume in der Imbergstraße sind in schlechtem Zustand.“

Räume müssen reaktiviert werden

Doch vorher ist die energetische Sanierung an der Schützenstraße geplant. Holger Köster beschrieb die aktuelle Situation: „An heißen Sommertagen ist das Unterrichten dort nicht vergnügungssteuerpflichtig. Gerade an der Südseite haben wir dort 35 Grad und mehr.“ Die Sanierung funktioniert nur, indem das komplette Gebäude leergezogen wird. Für die Dauer der Arbeiten werden die derzeitigen Räume im 3. und 4. Bauteil für den Schulbetrieb reaktiviert. Aktuell werden diese nur selten genutzt oder sind an VHS und „Lernwirkstatt Inklusion“ vermietet. Allerdings müssen die Räume erst mal auf Vordermann gebracht werden.

Kritisch sah das Frank Clemens (CDU): „Es ist nicht sinnvoll, viel Geld in die Räume zu stecken. Wir wissen ja gar nicht, was anschließend mit den Gebäuden passiert. Es kann sein, dass wir die gar nicht mehr nutzen.“ Köster versicherte allerdings, dass es sich bei den notwendigen Maßnahmen um „Kleinigkeiten“ handeln würde, wie die Ausstattung mit Internet via W-LAN. Auch das ist eine Veränderung – wenn auch keine große.

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