Polizei warnt

Auf Betrüger hereingefallen: 31-Jähriger bezahlt über 800 Euro für Rohrreinigung

Ein 31-jähriger Mann ist in Olpe auf einen Betrüger hereingefallen.
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Ein 31-jähriger Mann ist in Olpe auf einen Betrüger hereingefallen. Er hat mehr als 800 Euro für eine Rohrreinigung bezahlt. (Symbolfoto)

Wer kennt es nicht? Der Abfluss ist verstopft - also ruft man einen Fachmann. Das wollte auch ein 31-jähriger Mann aus Olpe machen. Doch er fiel auf einen Betrüger herein. Und ist jetzt mehr als 800 Euro los.

Olpe - Bereits am 11. Juni hatte der 31-Jährige einen Installateur beauftragt, eine Rohrverstopfung zu beseitigen. Er war im Internet fündig geworden, rief den vermeintlichen Fachmann an und ließ ein Abflussrohr instand setzen. Die Rechnung erhielt er sogleich.

Denn der Geschädigte sollte auf Bitte des angeblichen Installateurs 844,30 Euro sofort und in bar begleichen - eine Bitte der er nachkam, nicht ahnend, dass er einem Betrüger auf den Leim gegangen war.

Doch die Hausverwaltung teilte dem 31-Jährigen später mit, dass die Rechnung zu hoch war - schlimmer noch: Die Firma des vermeintlichen Handwerkers existiert gar nicht. Daher erstattete der Geschädigte jetzt eine Anzeige wegen Wuchers.

Auf Betrüger hereingefallen: Polizei gibt Tipps

Die Polizei weist daher darauf hin, dass Verbraucher vorsichtig sein sollten, wenn sie Handwerker(-Not)dienste in Anspruch nehmen. Gemeinsam mit der Verbraucherzentrale NRW hat die Polizei NRW Verhaltenshinweise erarbeitet, um unseriöse Handwerkerdienste zu erkennen:

  • Wenden Sie sich an örtliche Anbieter. 
  • Vergleichen Sie die Preise.
  • Vereinbaren Sie einen Festpreis.
  • Schildern Sie dem Handwerkerdienst genau, was passiert ist. 
  • Definieren Sie, was genau gemacht werden soll. 
  • Achten Sie auf Zuschläge. 
  • Zahlen Sie nur, was Sie vereinbart haben.
  • Lassen Sie sich nicht nötigen.

Weitere Tipps zum Umgang mit Handwerker-Notdiensten gibt es auf der Internetseite der Polizei oder der Verbraucherzentrale NRW

Betrüger versuchen mit immer neuen Maschen, an das Geld ihrer Opfer zu kommen. So wie in Brilon und Sundern - einmal versprachen sie einen Gewinn, das andere Mal gaben sie sich als Internetbekanntschaft aus. Sogar vor den Corona-Soforthilfen machen die Betrüger nicht Halt, wie das Beispiel eines Opfers aus Drolshagen zeigt. An einer Frau haben sich die dreisten Kriminellen jedoch bislang die Zähne ausgebissen. Eine pfiffige Oma hat drei Mal innerhalb weniger Monate Telefonbetrüger aufs Kreuz gelegt

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