Große Hilfsbereitschaft

70 Flüchtlinge beim Olper Kaffeeklatsch der Kulturen 

Beim Kaffeeklatsch trafen sich Alt und Jung aus verschiedenen Ländern. Fotos: Ina Zeppenfeld

Olpe. Bei Jung und Alt ist er bekannt und vor allem beliebt: der sonntägliche Kaffeeklatsch. Dass sich auch Flüchtlinge aus fernen Ländern für diese typisch deutsche Tradition begeistern lassen, zeigte sich jetzt im Lorenz-Jaeger-Haus in Olpe.

Bereits im November planten die Initiatoren des Olper Kaffeeklatsches der Kulturen – Schwester Katharina Hartleib (Olper Franziskanerinnen) und Zaklina Primavesi – ein Zusammentreffen dieser Art. Aufgrund vieler Festivitäten in den Weihnachtswochen fiel die finale Terminwahl auf den 24. Januar.

Das Interesse und die Hilfsbereitschaft der Olper Bürger war groß und so fanden sich viele junge und alte Gäste, samt selbstgebackenem Kuchen, am vergangenen Sonntag im Lorenz-Jaeger-Haus Olpe ein. Eine besonders herzliche Begrüßung galt dabei den rund 70 teilnehmenden Flüchtlingen, die zur Zeit in den naheliegenden Olper Flüchtlingsunterkünften leben.

Die Möglichkeit, sich über eine aushängende Liste in den jeweiligen Unterkünften für diese Veranstaltung anzumelden, fand großen Anklang. Dabei stand die Wertevermittlung des deutschen Kaffeeklatsches im Mittelpunkt mit dem besonderen Augenmerk auf dem Beisammensein, Plaudern und einander Kennenlernen.

„Musik verbindet und animiert“

Ein unverkennbarer Faktor an diesem Nachmittag war die Musik. Aktuelle Hits – vorgetragen von einer Liveband – und das Singen klassischer Lieder wie „Bruder Jakob“ bereiteten allen Anwesenden Freude. „Die Musik verbindet und animiert“, so Schwester Katharina Hartleib.

Der Kaffeeklatsch der Kulturen im Lorenz-Jaeger-Haus Olpe fand großen Anklang.

Bei Kaffee, Kuchen, Kinderbetreuung und Musik kam jeder auf seine Kosten und knüpfte neue Kontakte. Zur besseren Verständigung zwischen beiden Parteien trugen die Dolmetscher und Deutschlehrer des Regenbogenlands Olpe bei.

Die Begrüßung wurde in das Arabische und Englische übersetzt, Liedtexte zum Teil sogar in acht Sprachen. Bundestagsmitglied Petra Krone – ebenfalls Gast an diesem Nachtmittag – kam sowohl mit Firmlingen aus Oberveischede und Dahl, als auch mit Flüchtlingen ins Gespräch und ging auf einzelne Fragen ein. Nach wie vor sprach sie sich zwar für eine Verfahrensbeschleunigung und gute Integration, nicht aber für eine Obergrenze der Flüchtlingszahlen aus. Respekt zollte sie den zahlreich anwesenden Ehrenamtlern, die sich unermüdlich für die in Not geratenen Menschen einsetzen.

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