Helden gegen Hass im Netz

Olper Hauptschüler nehmen an Initiative „#NichtEgal“ teil

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Die Mentoren und ihre Lehrerin Kerstin Meiswinkel (2.v.l.) waren gestern in der benachbarten Sekundarschule zu Gast.

Olpe. Der Ton im Internet wird rauer. In den Kommentarspalten der Sozialen Medien findet man Sätze wie „geh sterben“, „du Opfer“ und ähnliches. Und das sind noch die harmloseren Beispiele. Um gegen diesen Hass im Netz, den sogenannten „Hatespeech“ vorzugehen, haben sich 25 Schüler der Jahrgangsstufe 9 und 10 der Hakemicke-Hauptschule zu Mentoren ausbilden lassen.

Ihr Wissen haben sie gestern beim Projekttag der benachbarten Sekundarschule an die dortigen Siebtklässler weitergegeben.

Lars Dietz und Marcus Wigger hatten sich mit Unterstützung bei der YouTube-Initiative „#NichtEgal“ beworben. Die Initiative wirbt für einen respektvollen Meinungsaustausch im Internet und im Alltag. Dabei organisieren Medienpädagogen des Unternehmens „Digitale Helden“ Projekttage und bilden Schüler zu Mentoren aus. Denn das Prinzip der Initiative ist „Schüler helfen Schülern“.

Als eine von 40 Schulen bundesweit durfte die Olper Hauptschule schließlich an der Initiative teilnehmen. „Die Eigeninitiative der Schüler fanden wir besonders toll“, sagt Florian Borns von den „Digitalen Helden“. Nach einer Einführung durch die Medienpädagogen haben die Siebtklässler der Olper Sekundarschule gestern in Gruppen, angeleitet von den 25 Mentoren, gelernt, wie sie auf Hasskommentare im Netz reagieren sollen und wie sie Hetze im Netz verhindern können. Denn auch der YouTuber Firas Alshater weiß: „Wenn man sich anstrengt, kann man wirklich alles hassen. Egal was. Muss man aber nicht.“

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