„Ein Alleinstellungsmerkmal“

Olper Stadtgeschichte: Neuer Band vorgestellt

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Stellten am Freitagmorgen den nächsten Teil des Bild- und Dokumentarbandes vor (v.l.): Peter Weber, Günther Becker, Josef Wermert, Hans-Bodo Thieme, Gerhard Burghaus, Ingo Sondermann und Stefan Kleine.

Olpe – Anfangs sollte es nur ein Bildband werden – am Freitagmorgen haben die Verantwortlichen den zweiten Teil des Bild- und Dokumentarbandes von „Olpe – Geschichte von Stadt und Land“ vorgestellt.

„Es gibt zu viele interessante Geschichten rund um Olpe. Daher haben wir uns für einen vierten Band mit vier Teilbänden entschieden“, erklärt Bürgermeister Peter Weber. Im zweiten Teilband hat das Redaktionsteam – Josef Wermert, Günther Becker, Hans-Bodo Thieme, Gerhard Burghaus und Stefan Kleine – auf 368 Seiten über 1000 Fotos und Dokumente zusammengetragen. Günther Becker freut sich: „Mit dem Bild- und Dokumentarband hat die Stadt Olpe ein Alleinstellungsmerkmal.“ 

Der Zeitraum, den das neue Buch behandelt, reicht von der Gründung des Deutschen Reichs im Jahr 1871 bis zum Ende des Ersten Weltkriegs 1918. „Das war eine bewegte Zeit“, sagt Peter Weber. Schließlich sei in der Zeit „aus einem kleinen Bereich eine attraktive Stadt“ geworden: „In dieser Zeit wurde der Grundstein für viele Entwicklungen gelegt.“ 

Weiteres Fotomaterial gesucht

Gerhard Burghaus erklärt: „Wir haben einigen historischen Fotos aktuelle von denselben Orten gegenübergestellt.“ Mit Blick auf die aktuelle Diskussion um den Olper Bahnhof ergänzt Hans-Bodo Thieme augenzwinkernd: „Ich hoffe, dass wir im vierten Teil dem historischen Bild vom Bahnhof nicht das aktuelle Foto einer leeren Fläche gegenüberstellen müssen.“ Denn der Blick in den zweiten Band zeigt laut Burghaus, dass mittlerweile „mancher schöne Zierrat“ verschwunden ist – wie das Türmchen am Städtischen Gymnasium. 

Neben Fotos sind auch historische Dokumente im Buch zu finden. Wie ein Brief des Soldaten Otto Zeppenfeldt von der Schlacht an der Somme: „Die Ausführungen sind schrecklich. Dennoch wollen wir sie nicht verschweigen“, sagt Thieme. „So ist der Erste Weltkrieg in Olpe noch nie dargestellt worden“, verspricht Stadtarchivar Josef Wermert. 

Für die kommenden Bände – von der Weimarer Republik bis zur unmittelbaren Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg und von 1947 bis zur näheren Gegenwart – sucht das Team noch Fotomaterial aus der Bevölkerung: „Es ist sehr schwierig, an Bilder bis 1930 zu kommen. Gerade aus den Dörfern“, sagt Wermert. Der Zeitpunkt der Veröffentlichung ist übrigens nicht zufällig gewählt: „Das Buch eignet sich hervorragend als Weihnachtsgeschenk“, so Weber.

Hier gibt’s das Buch 

Der zweite Teil des vierten Bandes „Olpe – Geschichte von Stadt und Land“ ist beim Olper Stadtarchiv und im Buchhandel (ISBN 978-3-9808598-5-1) für 29,90 Euro erhältlich. Die Teilbände 1 und 2 kosten zusammen 50 Euro.

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