Bundesweit demonstrierten 162.000 Krankenhaus-Mitarbeiter

Olper zeigen Flagge

Foto: Jacqueline Sondermann

„Mehr von uns ist besser für alle“ schallte es durch die Olper Innenstadt. Punkt 12.45 Uhr öffneten sich die Tore des Olper Krankenhauses.

Rund 167 Mitarbeiter des St. Martinus-Hospitals machten sich mit Trillerpfeifen stark gegen den Personalmangel in Krankenhäusern. Sie zeigten in Form einer aktiven Mittagspause Flagge.

Bundesweit standen 162.000 Beschäftigte vor den Toren der Krankenhäuser. So viele Beschäftigte fehlen laut ver.di Personalcheck bundesweit in deutschen Krankenhäusern.

Die Krankenhäuser in NRW haben einen jährlichen Investitionsbedarf von rund 1,3 Milliarden Euro. Die jährliche Investitionsförderung des Landes NRW liegt jährlich bei rund 500 Millionen Euro – das bedeutet ein Defizit von über 800 Millionen Euro.

Die Folgen der Krankenhausreform sind negativ für Patientensicherheit und Qualität: weniger Personal mit noch weniger Zeit, überfüllte Notfallambulanzen und veraltete Gebäude und Geräte. Forderungen der Demonstranten sind unter anderem, dass die Länder für ausreichende Investitionen sorgen müssen.

Weiterhin fordern die Krankenhaus-Mitarbeiter eine Regelung zur Einhaltung der Pausen zum gesetzlichen Schutz, gesetzliche Personalbemessung mit entsprechender Finanzierung, eine weitere Verknappungen und die Gründung einer Expertenkommission, die den Personalbedarf der verschiedenen Berufsgruppen ermittelt.

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