Titelheld mit Samtpfoten

„Pfoten, Fell, Miau“: Autorin Jette Jorian veröffentlicht neues Buch

+
Jette Jorjan mit zwei ihrer fünf Katzen. Boljö (r.) ist Protagonist im neuen Buch „Pfoten, Fell, Miau“.

Olpe – „Wenn man nicht darüber nachdenkt, dann kommt alles wie von alleine.“ Klingt einfach – und wenn Henriette Jorjan das sagt, muss man ihr das einfach glauben. Die Autorin aus Olpe hat jetzt mit „Pfoten, Fell, Miau“ ihr neues Buch herausgegeben. Im Gespräch mit dem SauerlandKurier erklärt sie, worum es darin geht, wie sie zum Schreiben gekommen ist und räumt auch mit einem Vorurteil auf.

Babajaga, Seala, Rougette, Rokinjo und Boljö: So heißen die fünf Katzen, die bei Henriette Jorjan – die aber alle nur Jette nennen – in der Kreisstadt leben. Aber: „Ich bin nicht vernarrt in die Katzen, wie man denken könnte. Sie sind auch kein Kind-Ersatz“, sagt sie. Es geht ihr um etwas anderes: „Ich weiß, dass ich mich bis zum letzten Atemzug um sie kümmern werde.“ Respekt vor dem Leben. Oder wie sie es sagt: „Jedes Wesen ,sein’ lassen.“ Das ist eines der Dinge, die Jette Jorjan antreibt. „Das habe ich von meinem Großvater gelernt, sagt die Autorin, die nach eigener Aussage „den zweiten Geburtstag im Rentenalter“ begeht.

Aufgewachsen ist sie auf einem Bauernhof in Ostfriesland, kam so früh mit Pferden, Kühen und einem Schäferhund in Berührung. Und mit der Sprache: „Mein Vater hat mich dazu gebracht, denn beim Nachtgebet hat er mich immer gefragt, welche Sprache ich denn gern hätte.“ Das Ergebnis: „Wir haben dann selten auf Deutsch gebetet.“ Latein oder Altgriechisch: Das waren die Sprachen der Wahl. „Unterschiedliche Sprachen haben unterschiedliche Melodien“, weiß Jette Jorjan. 

Zwischen Humor und Zeigefinger

Später in der Schule hat ihre Lehrerin sie dann „inspiriert und angestachelt.“ Mit „16 oder 17 Jahren“ hat Jette Jorjan schließlich angefangen zu schreiben. Und es sind die Katzen, die in ihrem Buch eine große Rolle spielen. Titelheld ist Kater Boljö. Der kam vor fünf Jahren zu ihr. War krank. Wog gerade einmal 230 Gramm. Um sich um den Kater zu kümmern, nahm sich Jette Jorjan extra Urlaub: „Boljö musste ja alle zwei Stunden gefüttert werden.“ Und die liebevolle Zuwendung trägt Früchte: Heute ist Boljö kerngesund. Der Name ist übrigens eine kleine Spielerei mit den französischen Ausdrücken „beau“ (schön) und lieu (Ort). Und dieser Boljö treibt im neuen Roman „Pfoten, Fell, Miau“ allerlei Schabernack und hält die Menschen auf Trab. 

Mit einer guten Prise Humor, aber auch mit erhobenen Zeigefinger, der auf die Kostbarkeit des Lebens deutet, erzählt Jette Jorjan Geschichten und Gedichte über Katzen auf der Erde – und auch auf dem Mond. Und alles entspinnt sich rund um die Mondgöttin Kallisto , die allwissende Katzengöttin Felinjaja und den männlichen „Einzelkämpfer“ Lunario, den Mann im Mond. 

Und was macht Jette Jorjan bei einer Schreibblockade? „Dann lasse ich alles stehen und liegen, gehe in den Garten oder schaue den Katzen zu. Dann kommt alles wie von alleine.“ Klingt einfach – aber man muss es der außergewöhnlichen Autorin einfach glauben.

Infos zum Buch 

  • „Pfoten, Fell, Miau“ 
  • United P. C. Verlag 
  • ISBN-13: 9783710341601 
  • ISBN-10: 3710341604

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare