Machbarkeitsstudie mit vier Alternativen 

Gewerbegebiet „Ruttenberg“: Anbindung im Bereich Saßmicke ist vom Tisch

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Blick von Hillmicke Richtung „Ruttenberg“.

Olpe/Wenden. Aufatmen in Saßmicke: Die Anbindung eines möglichen interkommunalen Gewerbegebiets „Ruttenberg“ in der Nähe des Ortes ist vom Tisch. Das teilte Olpes Bürgermeister Peter Weber in der Ratssitzung am vergangenen Dienstag mit.

Am 10. Januar war es laut Weber zu einem Abstimmungsgespräch zwischen Vertretern aus Olpe, Kreuztal, Wenden, der IHK, dem Regionalrat und von Straßen.NRW gekommen. Konkret ging es um die Erarbeitung eines regionalen Gewerbeflächenkonzepts für den neuen Regionalplan nach Identifizierung von Suchräumen durch die IHK Siegen. „Die Bezirksregierung hat mitgeteilt, dass sie eine erste große Machbarkeitsstudie plant, ob das Gebiet am ,Ruttenberg‘ überhaupt für Gewerbeflächen in Frage kommt“, so Weber. 

In einer Vorprüfung sollen vier mögliche Anbindungen des Gewerbegebiets nördlich von Hillmicke und Gerlingen – dieses hatte die Gemeinde Wenden in die Diskussion eingebracht – geprüft werden. Eine Möglichkeit wäre eine direkte Anbindung an die Autobahnauffahrt der A4, zwei weitere beschäftigen sich mit Abfahrten von der A45 mit einer Brücke oder einem Tunnel durch das Biggetal bei Gerlingen. Eine vierte Variante wäre eine Anbindung an die A45 komplett auf Wendener Gebiet mit Zuwegung im Bereich der Firma Sunflex. „Einen Weg im Bereich von Saßmicke haben wir ausgeschlossen“, so Weber.

Keine Entscheidung für zukünftige Gebiete

CDU-Fraktionschef Carsten Sieg begrüßte die Entscheidung: „Die zusätzliche Belastung wäre für Saßmicke nicht tragbar. Zumal durch den Ausbau der Talbrücken ja noch etwas auf die Bewohner zukommt.“ Er wies aber auch darauf hin, dass die Pläne „sehr ambitioniert“ seien – nicht zuletzt wegen der gewaltigen Höhenunterschiede, die zu bewältigen seien. Daher sei eine „einfache Anbindung an die Autobahn“ sinnvoll. Wichtig dabei sei, „politischen Druck auszuüben“, damit eine solche Lösung nicht durch irgendwelche Vorschriften „vom Tisch gewischt“ würde, auch wenn das „rechtlich schwierig“ sei.

Neben dem „Ruttenberg“ (insgesamt 68,2 Hektar) hat das Planungsbüro Dr. Jansen vier weitere Suchräume für künftige Gewerbeflächen identifiziert:

  • 33,8 Hektar südwestlich von Bruchhausen und östlich von Oberveischede,
  • 114,8 Hektar nordwestlich von Krombach und östlich von Altenkleusheim,
  • 25,9 Hektar nordöstlich von Altenkleusheim – nördlich der B 55, südlich der L 711,
  • 16,6 Hektar südlich von Dahl und nördlich von Gerlingen.

Die Suchräume stellen jedoch noch keine Entscheidungen für zukünftige Gebiete dar – es geht vielmehr darum, „diese Potenzialflächen einer intensiven kommunalen fachlich-sachlichen sowie politischen Bewertung zu unterziehen.“

Der Rat hat schließlich beschlossen, die Verwaltung zu beauftragen, die Suchräume als kommunale Potenzialflächen gegenüber der Bezirksregierung Arnsberg als Regionalplanungsbehörde im laufenden Verfahren zur Fortschreibung des Regionalplans Arnsberg zu benennen und für Gespräche mit der Gemeinde Wenden und der Stadt Kreuztal mit dem Ziel einer interkommunalen Kooperation einzutreten.

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