Sakrale Musik von Bizet und Puccini

Helmuth Froschauer leitet die mehr als 100 Mitwirkenden in der Olper Stadthalle. Fotos: WDR

Wer den Namen Georges Bizet hört, denkt sofort an Carmen oder "L'Arlésienne" und "Jeux d'enfant". Aber Kirchenmusik verbindet kaum jemand mit Bizet, gleiches gilt für Giacomo Puccini.

So ist das "Te Deum" auch das einzige geistliche Werk, das von ihm komponiert wurde. Er schrieb es 1858 — in Puccinis Geburtsjahr — während seines Rom-Aufenthaltes im Alter von knapp 20 Jahren. Die Musik ist abwechslungsreich: mal schwungvoll und festlich, mal verhalten und lyrisch, die Melodik eingängig ganz im Stil der französischen Romantik. Bizets Werk verschwand lange Zeit in den Archiven, bis es 1971 wieder entdeckt wurde und Popularität erlangte.

Auch Giacomo Puccini ist nicht als Komponist geistlicher Musik, sondern durch seine Opern berühmt geworden. Doch seine "Messa di Gloria", die er als 22-Jähriger schrieb, war schon bei der Uraufführung 1880 ein großer Erfolg. Die Musik ist melodisch bewegt und frisch, von Klangfülle und zugleich Weichheit geprägt.

Der römischen Kurie klang sein Werk vermutlich zu sehr nach Oper, so dass es für Jahrzehnte zunächst aus dem Konzertleben verschwand. Doch 72 Jahre nach der Uraufführung wurde es neu entdeckt und ist bis heute recht häufig zu hören.

Unter dem Titel "Lob sei Dir, oh Herr, gesungen" werden beide Werke am Freitag, 8. Mai, um 20 Uhr in der Stadthalle Olpe von WDR-Rundfunkchor und WDR-Rundfunkorchester Köln aufgeführt. Mit dabei sind die Sopranistin Sylvia Koke, der Tenor Virgil Hartinger und der Bariton Ivan Paley. Die mehr als 100 Mitwirkenden stehen unter der Leitung von Helmuth Froschauer.

Karten gibt es im Rathaus, bei Bürobedarf Marx, im Reisebüro Harnischmacher und im Tourismusbüro Olpe Aktiv.

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