Aktion: Wer findet die SauerlandKurier-Steine?

Internet-Trend „Sauerlandstones": Kleine Kunstwerke gehen auf Reisen

Das Projekt erreicht den SauerlandKurier: Dieser bemalte Stein wurde vor der Geschäftsstelle in Grevenbrück gefunden.

Sauerland – Steine mit lustigen Gesichtern, Tieren, Landschaften, Symbolen oder Sprüchen werden am Wegesrand, in Einfahrten oder auch an eher unscheinbaren Stellen gefunden: Aktuell gibt es im Kreisgebiet ein neues Projekt. Dabei geht es um Steine aus dem Sauerland. Steine, die von Menschen jeden Alters bunt bemalt und anschließend irgendwo „ausgesetzt“ werden.

„Das Prinzip soll anderen Menschen eine Freude machen“, erklärt Anisha Karthaus aus Menden im Gespräch mit dem SauerlandKurier. Sie brachte die Idee in ihre Heimat. Im Dänemark-Urlaub fand sie selbst bemalte Steine und auch Gruppen bei Facebook, in denen diese Fundstücke präsentiert wurden. Schnell war der Entschluss gefasst, auch Steine aus dem Sauerland zu bemalen und „auszusetzen“ – „Ich wollte einfach mal gucken, wie es klappt“, erzählt sie lachend. 

Pünktlich zur Pfingstkirmes in Menden waren die ersten bunten Steine ausgesetzt. Und Anisha Karthaus gründete die Facebook-Gruppe "Sauerlandstones". Innerhalb von rund zweieinhalb Monaten ist die Gruppe gewachsen: Aktuell hat „Sauerlandstones“ 490 Mitglieder (Stand 28. August). „Damit habe ich wirklich nicht gerechnet. Aber mich freut es total“, betont Anisha Karthaus. „Es kostet nicht viel. Steine kann man überall sammeln“, erklärt die 33-Jährige weiter. „Man kann die Aktion sehr gut mit Kindern machen. Dabei muss kein Kunstwerk entstehen. Meine Tochter ist fünf Jahre alt und malt am liebsten Punkte drauf. Es gibt keine Vorschriften, jeder kann malen, was er möchte.“ 

Das Prinzip ist einfach: Steine bemalen und aussetzen, werden diese Steine anschließend gefunden, fotografiert der Finder diesen Stein und lädt das Foto in der Facebook-Gruppe „Sauerlandstones“ mit Angabe des Fundortes hoch. Anschließend wird der Stein an anderer Stelle wieder abgelegt.

Bunte Steine machen Freude

Gefällt dem Finder der Stein aber so gut, dass er ihn lieber behalten möchte, ist das auch kein Problem: „Wer ihn schön findet, soll sich daran erfreuen“, so Anisha Karthaus. „Wir wollen Freude verbreiten und anderen Menschen ein Lächeln auf ihr Gesicht zaubern.“ Ein paar Tipps hat sie noch: Die Steine sollten in eine Handfläche passen, sodass man sie gut einstecken kann. Sie sollten außerdem wasserfest lackiert werden – „am besten noch mit Klarlack drüber“. 

Kurier-Redakteurin Inge Schleining fand diesen Stein beim Spaziergang .

In der Facebook-Gruppe gibt es außerdem folgende drei Regeln: 

  • Bitte nichts auf die Steine kleben, das könnte Tieren und der Umwelt schaden. 
  • Legt keine Steine auf Autos. Das ist gefährlich und kann teuer werden. 
  • Keine Steine in Lebensmittel- oder Kühlregale legen. 

Wichtig ist außerdem ein gut lesbarer Hinweis auf der Rückseite. Neben einer kleinen „Gebrauchsanweisung“ (zum Beispiel „finden, posten, weiterreisen lassen“) und dem Hashtag „sauerlandstones“ sollte auch das Facebook-Symbol nicht fehlen. Über diesen Hinweis sollte deutlich werden: Jeder Finder möge seinen Fundstein fotografieren und hochladen. „Die Steine sollen nicht nur im Sauerland ausgelegt werden. Sie sollen wirklich reisen“, betont Anisha Karthaus. Übrigens: Die ersten bunten „Sauerlandstones“ wurden schon in Dänemark gefunden.

SauerlandKurier beteiligt sich

Auch der SauerlandKurier möchte drei Steine auf die Reise schicken. Wer sie findet, schickt ein Foto mit Angabe des Fundortes an j.sondermann@sauerlandkurier.de und lädt es in der Facebook-Gruppe "Sauerlandstones" hoch. 

Danach sollten die Steine an einer anderen Stelle wieder ausgelegt werden.

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